Auf dieser Seite dreht sich alles um Sonne, Mond, Planeten, Sternschnuppen und alles andere, was sich in unserem Sonnensystem so tummelt, außer den Kometen, die haben sogar ihre eigene Seite. Hier erfahren Sie was sich auf der Sonne tut, Sie finden immer wieder mal fotografische Blicke zum Mond, Sie erfahren, wo Sie die Planeten finden und was sie in einem kleinen Teleskop von sich zeigen und noch vieles mehr. Bei den Beschreibungen der Objekte beschränke ich mich auf das notwendige Minimum, alles weitere gibt es heute ja z.B. auf Wikipedia.
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Polarlichter am 19.1.2026
Es war windig,kalt und klar an diesem 19.1.2026 dazu waren Polarlichter vorhergesagt. Bei solch himmlischen Prognosen, schiehlt man immer mit zumindest einem Auge auf das Geschehen am Firmament.
An diesem klaren Himmel fiel mir plötzlich eine längliche Wolke ins Auge, die die Beleuchtung einer Rodelbahn stark reflektierte - meinte ich. Kaum gedacht, schon tauchte dieses Leuchten weiter daneben auf! Jetzt war mir klar: Da rodelt keiner, sondern der vorhergesagte nächtliche Sonnengruß war eingetroffen! Elektrisch geladene Teilchen, die am 18.1. von der Sonne weggeschleudert wurden, traten entlang des irdischen Magnetfeldes in unseren Breitengraden in die Atmosphäre ein und brachten die Atome des Sauerstoffs darin zum Leuchten. Ein wunderbares himmlisches Erlebnis, das einen den kalten Wind vollkommen vergessen ließ.
Dem Himmel sei Dank!
Jupiter auf der abendlichen Himmelsbühne
Sie haben es vielleicht schon bemerkt, dieses helle Gestirn, das im Februar ab etwa 18 Uhr am östlichen Himmel sichtbar wird und heller leuchtet als alle anderen Sterne am Himmel. Es ist kein geringeres als der mächtigste Planet in unserem Sonnensystem, es ist der Gasplanet Jupiter, der dort das Sonnenlicht reflektiert. Am 9. Januar 2026 hatte er seinen erdnächsten Punkt erreicht, als ihn "nur" noch rund 635 Millionen Kilometer von uns trennten.
Ein Blick der unser Weltbild revolutionierte
Es war im Jahr 1610, als der italienische Naturforscher Galileo Galilei sein kleines selbstgebautes Fernrohr auf den Planeten Jupiter richtete. Sie können es ihm gleichtun und genau die selbe Entdeckung machen, mit der Galilei unser Weltbild veränderte. Er erkannte, die Erde ist nicht das einzige Zentrum, um das sich alles dreht.
Was Galilei dort so faszinierend fand, das war nicht etwa die helle Planetenkugel des Jupiters, sondern vier Sternchen, die jede Nacht nahe am Planeten zu beobachten waren. Sie veränderten sogar ihre Positionen von Nacht zu Nacht und hin und wieder waren nur drei oder gar nur zwei davon in seinem Teleskop zu sehen. Es dauerte nicht lange, bis er aus seinen Beobachtungen folgerte, dass diese "Sterne" Monde des Jupiters sind, die da um ihren Planeten kreisen.
Die gleiche Beobachtung können Sie auch heute hoch machen, alles was man dazu braucht ist ein Fernglas, oder noch besser, ein kleines Teleskop und schon folgen Sie Galileis Spuren.
Die Galileischen Monde
Es ist ein ewig währender Tanz, den die Galileischen Monde um den Jupiter vollführen. Io, der dem Planeten am nähesten stehende dieser vier Monde, benötigt für einen Umlauf nur eineinhalb Tage. Der Äußerste der vier, der Mond Kallisto benötigt für einen Umlauf um den Planeten 14 Tage. So gibt es jeden Abend eine andere Konstellation im Teleskop zu bewundern.
Der Tanz der Galileischen Monde
Sonnenfinsternis auf Jupiter
Auf dem Foto rechts ist ein Schatten-
durchgang auf dem Jupiter zu sehen. Es
handelt sich dabei um den Schatten des Jupitermondes Ganymed, der rechts neben dem Planeten sichtbar ist. Ganymed ist mit einem Durchmesser von 5262 Kilometern der größte Mond in unserem Sonnensystem.
Im unteren Wolkenband ist der sogenannte Große Rote Fleck zu erkennen, ein seit mehreren Jahrhunderten beobachtetes Sturmsystem. Es ist eines der großen Rätsel unseres Sonnensystems.
Der Ringplanet Saturn auf der abendlichen Himmelsbühne
Den Planeten Saturn am Himmel zu finden ist auch heuer wieder relativ einfach. Er befindet sich im Februar gegen 19 Uhr halbhoch am südwestlichen Himmel und ist das hellste Gestirn in dieser Himmelsgegend. Er leuchtet dort als leicht gelblicher "Stern" in einem ruhigen Licht. Wer ganz sicher gehen möchte den Saturn gefunden zu haben, der kann sich zur Bestätigung am auffälligen Pegasus-Quadrat oberhalb des Ringplaneten orientieren.
Der deutlich schwächer leuchtende Sternenring zwischen Saturn und dem Pegasus ist der "Kopf" eines der beiden Fische im gleichnamigen Sternbild.
Saturn im Teleskop
Der Ringplanet Saturn ist für jedes Spektiv oder Teleskop ein Paradeobjekt! Schon ab etwa 40-facher Vergrößerung ist der Saturnring zu bestaunen. Allerdings schauen wir zur Zeit von der Seite auf den Planeten, sodass der Ring in kleineren Teleskopen eher nur als Strich zu erkennen sein wird. Die Sichtbarkeit des Rings verbessert sich jedoch wesentlich im Laufe der nächsten Jahre, weil wir dann den Planeten mehr von unten betrachten werden.
Saturn - der Herr der Monde.
Saturn ist sprichwörtlich nicht nur der Herr der Ringe, sondern auch der Herr der meisten Monde im Sonnensystem. Seit dem März 2025 sind 274 (!) Monde bekannt, die von der Schwerkraft des Planeten auf ihren Umlaufbahnen um den Saturn gehalten werden. Dabei wurden auch Minimonde mit Durchmessern von nur ein paar Kilometern mitgezählt. Trotzdem, absoluter Rekord!
In Amateurteleskopen sind es natürlich deutlich weniger, die man entdecken kann. Das Foto oben vom 2.12.2025, zeigt einige der hellsten Monde des Saturns. Aufgrund der momentanen Seitenansicht des Planeten, finden wir die Monde schön aufgereiht auf der Ringebene des Planeten.
Titan - der Einzigartige!
Das folgende Bild vom 2.12.2025 zeigt den Ringplaneten Saturn mit seinem größten Mond Titan. Die Gesteinskugel dieses Mondes mißt im Durchmesser 5150 km und macht Titan damit zum zweitgrößten Trabanten im Sonnensystem nach dem Jupitermond Ganymed (5262 km). Für einen Umlauf um den Planeten benötigt Titan 14 Tage, was sich gut schon mit einem kleinen Teleskop verfolgen läßt
Was Titan jedoch so einzigartig macht, das ist seine Atmosphäre aus Stickstoff und Methan. Zudem ist er mit rund 1,3 Milliarden Kilometern Entfernung das weitest entfernte Objekt auf dem jemals eine Raumsonde weich gelandet ist! Die europäische Sonde Huygens schwebte im Januar 2005 Dank der Stickstoff-Methan Atmosphäre am Fallschirm auf die -200 Grad kalte Oberfläche hinuter und lieferte dabei spektakuläre Daten und Bilder.
Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 1. September 2025
Durchmesser: 1,4 Millionen Kilometer, das entspricht 109 Erddurchmessern!
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Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.
Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie damit schon zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.
Wie die meisten aller Sterne, so erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.
Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten, aber ungemein faszinierend.
!!! Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!! Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.
Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten
Die Drehung der Sonne innerhalb 48 Stunden
Die linke Aufnahme der Sonne ist vom 12.1.23, die rechte stammt vom 14.1.23. Deutlich ist die scheinbare Wanderung der Sonnenflecken nach rechts zu erkennen. Die Bewegung der Sonnenflecken ist jedoch nicht den Flecken selbst zuzuschreiben, sondern ist der Drehung der Sonne geschuldet.
Eine Umdrehung dauert am Sonnenäquator rund 25 Tage, an den Polen an die 30 Tage. Diese unterschiedlichen Rotationszeiten sind möglich, da es sich bei der Sonne, wie auch bei den anderen Sternen um keine festen Körper, sondern um Gas- (Plasma-) kugeln handelt.
Der moderne Ikarus
Nein, das ist nicht der alte Ikarus, das ist modernstes Fluggerät. Aber auch all die elektronische Technik ist nicht vor Beeinträchtigungen durch die Sonne gefeit. Sogenannte Sonnenstürme in Form von Strahlungsausbrüchen oder coronalen Masseauswürfen können die Funktion von elektronischer und digitaler Technik behindern. Dies ist einer der Gründe, warum unser Zentralgestirn von professionellen Sonnenobservatorien weltweit ununterbrochen beobachtet wird.
Sonnige Emojis
Sonnenflecken sind Abkühlung in den äußeren Gasschichten, verursacht durch starke Magnetfelder, die den Wärmefluß zur Sonnenoberfläche behindern. Sie sind dadurch ständigen Veränderungen unterworfen und bilden hin und wieder skurrile Anblicke, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Die Flecken haben eine Temperatur von etwa 1500 Grad Celsius weniger als die 5500 Grad heiße ungestörte Sonnenoberfläche (Photosphäre).
Am 29. Juni 2021 führte ein kosmischer, oder sollte ich vielleicht eher sagen: ein komischer Zufall zu einem besonderen Anblick eines Sonnenfleckes, den man wohl als das
Größte Emoji des Sonnensystems
bezeichnen kann. Wenn jemand von Ihnen ein Emoji mit einem Kopfdurchmesser von mehr als 30 000 Kilometern kennt, dann bitte bei mir melden!
Schon am folgenden Tag war von dem sonnenbebrillten Gesicht nichts mehr zu erkennen.
Bergsommer (Rejoice in the Sun)
Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.
Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013
Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai 2013. Zum einen ist auf den Fotos noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.
Die beiden oberen Aufnahmen zeigen unseren Tagesstern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.
Sonneneruption am 5.5.2013
Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!
Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.