Auf dieser Seite dreht sich alles um Sonne, Mond, Planeten, Sternschnuppen und alles andere, was sich in unserem Sonnensystem so tummelt, außer den Kometen, die haben sogar ihre eigene Seite. Hier erfahren Sie was sich auf der Sonne tut, Sie finden immer wieder mal fotografische Blicke zum Mond, Sie erfahren, wo Sie die Planeten finden und was sie in einem kleinen Teleskop von sich zeigen und noch vieles mehr. Bei den Beschreibungen der Objekte beschränke ich mich auf das notwendige Minimum, alles weitere gibt es heute ja z.B. auf Wikipedia.
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Der Ringplanet Saturn ist zurück auf der abendlichen Himmelsbühne
An Oktoberabenden finden wir den Planeten Saturn ab etwa 19 Uhr über dem östlichen Horizont. Er leuchtet dort in einem ruhigen gelblichen Licht und ist in der Gegend das hellste Gestirn, somit auch leicht zu finden.
Saturn im Teleskop
Der Ringplanet Saturn ist für jedes Spektiv oder Teleskop ein Paradeobjekt! Schon ab etwa 40-facher Vergrößerung ist der Saturnring zu bestaunen. 2026 schauen wir noch fast von der Seite aud das Ringsystem des Planeten. Die Sichtbarkeit des Rings verbessert sich jedoch wesentlich im Laufe der nächsten Jahre, weil wir dann den Planeten mehr von unten betrachten werden.
In Sachen Helligkeit kann der Planet Saturn nicht mit dem Jupiter konkurrieren. Saturn ist schließlich über doppelt so weit wie Jupiter von uns entfernt und sein reflektiertes Sonnenlicht braucht für die Strecke von 1,3 Milliarden Kilometer an die 75 Minuten um uns zu erreichen.
Konkurrenzlos in unserem Sonnensystem ist allerdings sein Aussehen! Die hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehende Planetenkugel mit etwa 10-fachem Erddurchmesser ist umgeben von einem riesigen Ring aus Eis- und Gesteinsbrocken. Damit wird der Gasplanet Saturn im Teleskop zu einem wirklich magischen Beobachtungsobjekt. Auch wenn man noch so viele Bilder von ihm gesehen hat, der Anblick im Teleskop ist einfach umwerfend. Eine kleine Kugel in der Schwärze des Alls, umgeben von einem Ring, ohne Netz und doppelten Boden, das ist kosmische Magie! Und wer ganz genau hinsieht, der entdeckt in der Nähe des Planeten ein winziges "Sternchen", das im Laufe von 14 Tagen den Saturn umrundet - Titan, der größte der Saturnmonde.
Titan - der Einzigartige!
Das folgende Bild vom 2.12.2025 zeigt den Ringplaneten Saturn mit seinem größten Mond Titan. Die Gesteinskugel dieses Mondes mißt im Durchmesser 5150 km und macht Titan damit zum zweitgrößten Trabanten im Sonnensystem nach dem Jupitermond Ganymed (5262 km). Für einen Umlauf um den Planeten benötigt Titan 14 Tage, was sich gut schon mit einem kleinen Teleskop verfolgen läßt
Was Titan jedoch so einzigartig macht, das ist seine Atmosphäre aus Stickstoff und Methan. Zudem ist er mit rund 1,3 Milliarden Kilometern Entfernung das weitest entfernte Objekt auf dem jemals eine Raumsonde weich gelandet ist! Die europäische Sonde Huygens schwebte im Januar 2005 Dank der Stickstoff-Methan Atmosphäre am Fallschirm auf die -200 Grad kalte Oberfläche hinuter und lieferte dabei spektakuläre Daten und Bilder.
Saturn - der Herr der Monde.
Saturn ist sprichwörtlich nicht nur der Herr der Ringe, sondern auch der Herr der meisten Monde im Sonnensystem. Seit dem März 2025 sind 274 (!) Monde bekannt, die von der Schwerkraft des Planeten auf ihren Umlaufbahnen um den Saturn gehalten werden. Dabei wurden auch Minimonde mit Durchmessern von nur ein paar Kilometern mitgezählt. Trotzdem, absoluter Rekord!
In Amateurteleskopen sind es natürlich deutlich weniger, die man entdecken kann. Das Foto oben vom 2.12.2025, zeigt einige der hellsten Monde des Saturns. Aufgrund der damaligen Seitenansicht des Planeten, finden wir die Monde schön aufgereiht auf der Ringebene des Planeten.
Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 27. Juni 2026
Durchmesser: 1,4 Millionen Kilometer, das entspricht 109 Erddurchmessern!
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Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.
Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie damit schon zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.
Wie die meisten aller Sterne, so erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.
Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten, aber ungemein faszinierend.
!!! Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!! Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.
Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten
Eine große Sonnenfleckengruppe am 27.6.2026
Die Drehung der Sonne innerhalb 48 Stunden
Die linke Aufnahme der Sonne ist vom 12.1.23, die rechte stammt vom 14.1.23. Deutlich ist die scheinbare Wanderung der Sonnenflecken nach rechts zu erkennen. Die Bewegung der Sonnenflecken ist jedoch nicht den Flecken selbst zuzuschreiben, sondern ist der Drehung der Sonne geschuldet.
Eine Umdrehung dauert am Sonnenäquator rund 25 Tage, an den Polen an die 30 Tage. Diese unterschiedlichen Rotationszeiten sind möglich, da es sich bei der Sonne, wie auch bei den anderen Sternen um keine festen Körper, sondern um Gas- (Plasma-) kugeln handelt.
Der moderne Ikarus
Nein, das ist nicht der alte Ikarus, das ist modernstes Fluggerät. Aber auch all die elektronische Technik ist nicht vor Beeinträchtigungen durch die Sonne gefeit. Sogenannte Sonnenstürme in Form von Strahlungsausbrüchen oder coronalen Masseauswürfen können die Funktion von elektronischer und digitaler Technik behindern. Dies ist einer der Gründe, warum unser Zentralgestirn von professionellen Sonnenobservatorien weltweit ununterbrochen beobachtet wird.
Sonnige Emojis
Sonnenflecken sind Abkühlung in den äußeren Gasschichten, verursacht durch starke Magnetfelder, die den Wärmefluß zur Sonnenoberfläche behindern. Sie sind dadurch ständigen Veränderungen unterworfen und bilden hin und wieder skurrile Anblicke, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Die Flecken haben eine Temperatur von etwa 1500 Grad Celsius weniger als die 5500 Grad heiße ungestörte Sonnenoberfläche (Photosphäre).
Am 29. Juni 2021 führte ein kosmischer, oder sollte ich vielleicht eher sagen: ein komischer Zufall zu einem besonderen Anblick eines Sonnenfleckes, den man wohl als das
Größte Emoji des Sonnensystems
bezeichnen kann. Wenn jemand von Ihnen ein Emoji mit einem Kopfdurchmesser von mehr als 30 000 Kilometern kennt, dann bitte bei mir melden!
Schon am folgenden Tag war von dem sonnenbebrillten Gesicht nichts mehr zu erkennen.
Bergsommer (Rejoice in the Sun)
Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.
Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013
Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai 2013. Zum einen ist auf den Fotos noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.
Die beiden oberen Aufnahmen zeigen unseren Tagesstern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.
Sonneneruption am 5.5.2013
Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!
Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.