Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

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Blick in die Milchstraße, eingerahmt von zwei Planeten

Saturn und Jupiter um Mitternacht über dem Südhorizont Ende Juni 2019

Nach dem Planeten Jupiter, der als hellster "Stern" seit Wochen den Abendhimmel schmückt, taucht jetzt gegen 22 Uhr auch der Planet Saturn am südöstlichen Abendhimmel auf. Der Ringplanet Saturn leuchtet aber deutlich schwächer als Jupiter in seinem ruhigen, gelblichen Licht. Trotzdem ist Saturn der zweithellste "Stern" über dem südlichen Horizont neben Jupiter und von daher auch leicht zu finden. Beide Planeten rahmen zur Zeit wunderbar den Blick auf das Zentrum unserer Milchstraße ein. Jupiter in rund 650 Millionen km, Saturn in rund 1,3 Milliarden km und die Sonnen der Milchstraße in vielen Billionen km Entfernung.

Weniger schön zeigt sich auf diesem Foto die mitternächtliche Lichtverschmutzung durch eine Nachbarortschaft.

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Planet Jupiter in Erdnähe

Wie jedes Jahr überholt die Erde auf ihrer sonnennäheren Bahn den Gasplaneten Jupiter auf seiner viel weiter außen liegenden Umlaufbahn. Am 12. Juni, zur Zeit des geringsten Abstandes  trennen uns "nur" noch rund 642 Millionen Kilometer von Jupiter. Der riesige Gasplanet mit 12-fachem Erddurchmesser wird in den nächsten Wochen als hellster "Stern" von der Abend- bis zur Morgendämmerung vom südlichen Himmel strahlen.

Das Foto zeigt den alles überstrahlenden Jupiter vor dem Sternenmeer der Milchstraße im Sternbild Skorpion. Die Lichtlaufzeit vom Jupiter bis zu uns beträgt derzeit rund 35 Minuten, das Licht der Sterne dahinter braucht dagegen zig Jahre um uns zu erreichen.

Besonders reizvoll ist die Beobachtung des Jupiters bereits mit kleinen Teleskopen oder Spektiven! Schon mit schwacher Vergrößerung läßt sich deutlich die Planetenkugel mit ihren zwei markanten Wolkenbändern erkennen. Zudem lassen sich auch seine vier hellsten Monde in den ständig wechselnden Positionen um den Planeten

Nacht für Nacht wunderbar beobachten! Auch Versuche die Monde schon mit einem Fernglas zu erspähen sind nicht unbedingt fruchtlos, der Erfolg hängt von der Position der Monde ab.

Die vier hellsten Monde des Jupiters werden auch die "Galileischen Monde genannt, da sie von Galileo Galilei im Jahr 1610 entdeckt wurden. Der innerste der vier Monde, Io, hat eine Umlaufzeit um den Planeten von rund 1,5 Tagen, der äußerste, Kallisto, braucht rund 14 Tage um den Planeten zu umrunden.

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Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 13. April 2019

Die Sonne befindet sich derzeit in einem Aktivitätsminimum und große Sonnenflecken sind rar. Umso größer ist die Freude bei den Sonnenbeobachtern, wenn sich mal wieder ein größerer Fleck blicken läßt. Dieses schöne Exemplar verfolgte ich wegen bewölktem Himmel schon seit ein paar Tagen auf der Home-Page des Sonnenbeobachtungs-satelliten SDO. Am 13.4. riß die Bewölkung endlich auf und gab den Blick durch diesiges Gewölk frei auf den rund 35000 Kilometer großen Prachtfleck.

Im letzten Jahr ist die Sonnenaktivität deutlich zurück gegangen, was auch zu der Vorhersage gemäß dem Sonnen-fleckenzyklus passt. Demnach werden große Fleckengruppen in den nächsten zwei bis drei Jahren seltener zu sehen sein. Aber vor Überraschungen ist man bei der Sonne nie gefeit! Von daher bleibe ich auf jeden Fall, im wahrsten Sinne des Wortes, "am Ball", um Ihnen diese hier zu zeigen.

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten aber ungemein faszinierend.

 

    !!! Achtung: Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!!

                                 Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten Solar Dynamics Observatory  

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Detailaufnahme des Sonnenflecks vom 13. April 2019

Auf diesem Foto ist gut die "körnige" Struktur der den Fleck umgebenden Gasschicht zu sehen. Diese Struktur wird Granulation genannt. Sie wird durch die kurzlebigen, aus dem Sonneninneren aufsteigenden Gasblasen gebildet. Die einzelnen "Körnchen" haben eine Größe von 500 bis 1000 Kilometer.

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Detailaufnahme der letzten großen Sonnenfleckengruppe am 3. September 2017

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Bergsommer (Rejoice in the sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

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Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnah- men zeigen unseren Tages- stern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.