Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Teilweise Sonnenfinsternis am 10.Juni 2021

Die teleskopische Aufnahme zeigt einen Teil des schwarzen Neumondes gegen 12 Uhr rechts oben vor der Sonne. Auf der Ausschnittsvergrößerung rechts, sind "winzige" Sonnenflecken zu erkennen und am Rand der schwarzen Mondsilhouette zeigen sich Mondberge in Form von Unebenheiten des Kreisbogens.

Teilweise Sonnenfisternis am 10.6.21 durch Wolkenlücke fotografiert

Wie fast immer bei solch himmlischen Anläßen, ist der Wetterbericht die mit aller höchster Spannung

erwartete Nachricht des Tages. Und... er versprach nicht all zu gutes Wetter für den 10.6. im Raum Bad Tölz, alles war möglich.

Aber Petrus war uns dieses Mal wohlgesonnen und wie versprochen ließ sich der Neumond ab 11:38 Uhr beobachten, wie er sich ganz langsam  vor die Sonne schob. Gegen 12:29 Uhr war der maximale Bedeckungsgrad von - in unseren Breitengraden - rund 6% der Sonnenscheibe erreicht.

6% mag nach wenig klingen, wenn man das Schauspiel aber im Teleskop beobachtet, dann ist man einfach hingerissen. Die einen dabei begleitenden Gedanken über die Größe der Sonne, deren Schwerkraft unsere Erde in der Sonnenumlaufbahn hält, die Bewegung des Mondes, der von der Gravitation unseres Planeten wiederum in der Erdumlaufbahn gehalten wird, das läßt auch eine noch so kleine Sonnen-finsternis zu einem Erlebnis werden.

Diese Faszination läßt auch scheinbar die Zeit sehr schnell vergehen, denn die rund zwei Stunden bis der Mond die Sonne wieder ganz frei gab, diese zwei Stunden vergingen wie im Fluge.

 

Sollten Sie diese Finsternis nicht gesehen haben, dann merken Sie sich schon mal den 25.Oktober 2022 vor, dann gibt es wieder eine teilweise Sonnenfinsternis mit sogar 26% Bedeckungsgrad,  das steht schon fest, aber wie wird wohl das Wetter!?

Eine Sonnenfinsternisbeobachtung ist immer zu empfehlen, das meinen auch die Besucher vor dem Tölzer Planetarium!

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Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 27.11.2020

Wenn nicht alles täuscht, erwacht die Sonne langsam aus ihrer Ruhephase. Vermehrt auftretende Sonnenflecken und Fleckengruppen sind Anzeichen für eine zunehmende Sonnenaktivtät. Die Freude bei den Sonnenbeobachtern ist groß, wenn sich nach mehreren Jahren mal wieder ein größerer Fleck blicken läßt. Einzelne Flecken waren in den letzten 1,5 Jahren zwar hin und wieder sichtbar, aber große Flecken und Fleckengruppen wie in den letzten drei Wochen waren absolute Mangelware.

Diese Entwicklung entspricht der Vorhersage gemäß des Sonnenaktivitätzykluses der besagt, dass es alle 10-13 Jahre zu einem Minimum bzw. Maximum der Sonnenaktivität kommt.

Bleiben wir also am Ball und seien wir gespannt, was uns die Sonne in der nächsten Zeit so präsentieren wird!

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten aber ungemein faszinierend.

 

    !!! Achtung: Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!!

                                 Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten Solar Dynamics Observatory  

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Detailaufnahme der Sonnenfleckengruppe vom 7.11.2020

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Bergsommer (Rejoice in the sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

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Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnah- men zeigen unseren Tages- stern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.