Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Auf dieser Seite dreht sich alles um Sonne, Mond, Planeten, Sternschnuppen und alles andere, was sich in unserem Sonnensystem so tummelt, außer den Kometen, die haben sogar ihre eigene Seite. Hier erfahren Sie was sich auf der Sonne tut, Sie finden immer wieder mal fotografische Blicke zum Mond, Sie erfahren, wo Sie die Planeten finden und was sie in einem kleinen Teleskop von sich zeigen und noch vieles mehr. Bei den Beschreibungen der Objekte beschränke ich mich auf das notwendige Minimum, alles weitere gibt es heute ja z.B. auf Wikipedia.

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Mond und Venus am 17.6.2026

Nachdem die enge Begegnung von Jupiter und Venus am 9.6.2026 wegen dichten Gewölks nicht zu beobachten, geschweige denn zu fotografieren war, wäre dies beinahe auch am 17.6.2026 zur engen Begegnung von Mond und Venus der Fall gewesen. Glücklicherweise taten sich immer wieder Wolkenlücken auf und dieser herrliche Anblick war ruck-zuck auch schon im "Kasten". Der Abstand von der Erde zur Venus betrug an diesem Tag 171 Millionen Kilometer, zum Mond waren es da nur 360 000 Kilometer.

Mond und Venus am 17.6.2026

Am Himmel herrscht Ordnung

Alles läuft auf seiner Bahn, bestimmt durch die Schwerkraft, die Gravitation. Seit der Entstehung unseres Sonnensystems vor etwa 4,6 Milliarden Jahren aus einer Scheibe aus Staub und Gas, führte die wechsel-wirkende Schwerkraft aller Himmelskörper darin zur gegenwärtigen Ordnung im Sonnensystem. Die Parole hieß und heißt immer noch: Wer quertreibt, der fliegt raus, wird zerbröselt, oder wird gar von der Sonne beseitigt. Ein strenges Regime, aber wir können gut damit leben.

Venus und Jupiter am "Scheideweg" (13.6.2026)

Der Lauf der Venus

Den letzten Sommer über strahlte unser Nachbarplanet Venus noch als heller "Morgenstern" vor Sonnenaufgang unübersehbar vom Firmament. Im Laufe des Herbstes führte ihn seine Bahn von uns aus gesehen immer mehr hinter die Sonne, wo er schließlich in der hellen Morgendämmerung unsichtbar wurde. Während des Winters befand er sich auf der anderen Seite der Sonne. Jetzt führt ihn seine Bahn täglich weiter nach links hinter der Sonne hervor, so dass Venus seit dem März nach Sonnenuntergang tief über dem Westhorizont zu finden ist. Zunächst ist der Planet noch nicht sehr auffällig, aber mit dem zunehmenden Winkelabstand von der Sonne und dem damit immer späteren Untergang, wird Venus wieder zu dem was ihr die Bezeichnung "Abendstern" oder "Morgenstern" verleiht, zum ersten und letzten sichtbaren "Stern" am Abend oder am Morgen.

Der Planet Venus als Abendstern tief über dem Westhorizont am 11.3.2026.

Der fast erdgroße Planet wird uns mit seinem Glanz bis in den September hinein als Abendstern begleiten, bevor er im Oktober in der frühen Abenddämmerung wieder unsichtbar werden wird.

Ein Blick der unser Weltbild revolutionierte

Jupiter, der größte Planet in unserem Sonnensystem, leuchtet zur Zeit vom westlichen Abendhimmel. Gleich nach dem noch helleren Planeten Venus, rechts unterhalb von Jupiter, ist er heller als alle Sterne.

Es war im Jahr 1610, als der italienische Naturforscher Galileo Galilei sein kleines selbstgebautes Fernrohr auf den Planeten Jupiter richtete. Sie können es ihm gleichtun und genau die selbe Entdeckung machen, mit der Galilei unser Weltbild veränderte. Er erkannte, die Erde ist nicht das einzige Zentrum, um das sich alles dreht.

Beobachtung des Jupiter und seiner Monde

Was Galilei dort so faszinierend fand, das war nicht etwa die helle Planetenkugel des Jupiters, sondern vier Sternchen, die jede Nacht nahe am Planeten zu beobachten waren. Sie veränderten sogar ihre Positionen von Nacht zu Nacht und hin und wieder waren nur drei oder gar nur zwei davon in seinem Teleskop zu sehen. Es dauerte nicht lange, bis er aus seinen Beobachtungen folgerte, dass diese "Sterne" Monde des Jupiters sind, die da um ihren Planeten kreisen.

Die gleiche Beobachtung können Sie auch heute hoch machen, alles was man dazu braucht ist ein Fernglas, oder noch besser, ein kleines Teleskop und schon folgen Sie Galileis Spuren.

Die Galileischen Monde

Es ist ein ewig währender Tanz, den die Galileischen Monde um den Jupiter vollführen. Io, der dem Planeten am nähesten stehende dieser vier Monde, benötigt für einen Umlauf nur eineinhalb Tage. Der Äußerste der vier, der Mond Kallisto benötigt für einen Umlauf um den Planeten 14 Tage. So gibt es jeden Abend eine andere Konstellation im Teleskop zu bewundern.

Der Tanz der Galileischen Monde

                 Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 1. September 2025

     Durchmesser: 1,4 Millionen Kilometer, das entspricht 109 Erddurchmessern!

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Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie damit schon zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, so erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten, aber ungemein faszinierend.

 

 !!! Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr  !!!        Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

 

         Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten

 

Die Drehung der Sonne innerhalb 48 Stunden

Die linke Aufnahme der Sonne ist vom 12.1.23, die rechte stammt vom 14.1.23. Deutlich ist die scheinbare Wanderung der Sonnenflecken nach rechts zu erkennen. Die Bewegung der Sonnenflecken ist jedoch nicht den Flecken selbst zuzuschreiben, sondern ist der Drehung der Sonne geschuldet.

Eine Umdrehung dauert am Sonnenäquator rund 25 Tage, an den Polen an die 30 Tage. Diese unterschiedlichen Rotationszeiten sind möglich, da es sich bei der Sonne, wie auch bei den anderen Sternen um keine festen Körper, sondern um Gas- (Plasma-) kugeln handelt.

 

Der moderne Ikarus

Nein, das ist nicht der alte Ikarus, das ist modernstes Fluggerät. Aber auch all die elektronische Technik ist nicht vor Beeinträchtigungen durch die Sonne gefeit. Sogenannte Sonnenstürme in Form von Strahlungsausbrüchen oder coronalen Masseauswürfen können die Funktion von elektronischer und digitaler Technik behindern. Dies ist einer der Gründe, warum unser Zentralgestirn von professionellen Sonnenobservatorien weltweit ununterbrochen beobachtet wird.

Passagierflugzeug vor der Sonne bei leichter Bewölkung am 21.5.22

Sonnige Emojis

Sonnenflecken sind Abkühlung in den äußeren Gasschichten, verursacht durch starke Magnetfelder, die den Wärmefluß zur Sonnenoberfläche behindern. Sie sind dadurch ständigen Veränderungen unterworfen und bilden hin und wieder skurrile Anblicke, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Die Flecken haben eine Temperatur von etwa 1500 Grad Celsius weniger als die 5500 Grad heiße ungestörte Sonnenoberfläche (Photosphäre).

Sonne mit "Emoji" am 29.6.2021

 

 

 

Am 29. Juni 2021 führte ein kosmischer, oder sollte ich vielleicht eher sagen: ein komischer Zufall zu einem besonderen Anblick eines Sonnenfleckes, den man wohl als das

 

Größte Emoji des Sonnensystems

 

bezeichnen kann. Wenn jemand von Ihnen ein Emoji mit einem Kopfdurchmesser von mehr als 30 000 Kilometern kennt, dann bitte bei mir melden!

 

Schon am folgenden Tag war von dem sonnenbebrillten Gesicht nichts mehr zu erkennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonnenflecken können aber auch ein freundliches Gesicht zeigen, so wie dieses sonnige Emoji vom 27. März 2022 mit einer Größe von rund 20 000 Kilometern.

Bergsommer (Rejoice in the Sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai 2013. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnahmen zeigen unseren Tagesstern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.