Auf dieser Seite dreht sich alles um Sonne, Mond, Planeten, Sternschnuppen und alles andere, was sich in unserem Sonnensystem so tummelt, außer den Kometen, die haben sogar ihre eigene Seite. Hier erfahren Sie was sich auf der Sonne tut, Sie finden immer wieder mal fotografische Blicke zum Mond, Sie erfahren, wo Sie die Planeten finden und was sie in einem kleinen Teleskop von sich zeigen und noch vieles mehr. Bei den Beschreibungen der Objekte beschränke ich mich auf das notwendige Minimum, alles weitere gibt es heute ja z.B. auf Wikipedia.
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Teilweise Sonnenfinsternis am 12. August 2026
Das Beobachten eines Sonnenuntergangs ist immer etwas Besonderes. Wenn jedoch am Abend des 12. August die Sonne untergeht, dann ist das ein wahrlich einmaliges Ereignis! Die Sonne wird dann nicht als rötlicher Feuerball unter den Horizont sinken, sondern als gleißend helle Sichel, ähnlich wie auf dem folgenden mit einem Teleskop aufgenommenen Foto!
Die teilweise Sonnenfinsternis beginnt in unseren Breiten gegen 19:23 Uhr. Die maximale Verfinsterung von immerhin 89% der Sonne durch den Neumond wird gegen 20:16 Uhr erreicht. Kurz darauf, gegen 20:25 Uhr, sinkt die Sonnensichel dann schon unter den Horizont. Der restliche Verlauf der Finsternis läßt sich von unserem Gefielden aus nicht mehr beobachten.
Sollte dieses Mal das Wetter oder andere Umstände die Beobachtung verhindern, so haben wir schon am 2.8.2027 die nächste Gelegenheit eine teilweise Sonnenfinsternis zu bewundern, dann allerdings um die Mittagszeit, hoch am Himmel.
Um dieses grandiose Ereignis zu beobachten und zu fotografieren, hier ein paar Tipps:
Ganz wichtig zur optimalen Beobachtung der Sonnenfinsternis ist neben dem Wetter der Beobachtungsort. Da die Finsternis bei Sonnenuntergang stattfindet, ist unbedingt ein freier Blick zum westlichen Horizont notwendig! Das läßt sich ja bereits Tage zuvor erkunden.
Zur Beobachtug der Sonnenfinsternis mit dem bloßen Auge, ist eine sogenannte "Sofi-Brille" unschlagbar. Sie garantiert den für die Augen gefahrlosen Blick zur Sonne um das Schauspiel zu bewundern.
Schauen Sie aber niemals mit einer "Sofi-Brille" in ein Fernglas oder Teleskop, die gebündelte Hitze des Sonnenlichts würde in Kürze zuerst die Schutzfolie der Brille und gleich als Nächstes Ihr Auge zerstören!
Zum gefahrlosen Fotografieren und Beobachten mit Kameras, Ferngläsern und Teleskopen empfiehlt sich die im Fachandel erhältliche AstroSolar Folie der Firma Baader Planetarium. Mit dieser Folie läßt sich ganz einfach ein Schutzfilter für optische Geräte anfertigen, der dann vor die Optiken gesetzt wird.
Nur wenn der Horizontdunst dicht genug ist, kann man auf eigene Gefahr versuchen, die Finsternis ohne Filter vor der Kamera zu fotografieren. Dann aber auch nur mit dem Blick auf das Display der Kamera und nicht direkt in den optischen Sucher. Sicher ist sicher.
"Sofi-Brillen" und AstroSolar Folien sind bei mir im Geschäft wieder ab dem 11.8.26 erhältlich.
Maximale Bedeckungsgrade der teilweisen Sonnenfinsternis am 12.8.2026
Die Sternschnuppen der Perseiden kommen!
Kaum ist die Sonnenfinsternis vorbei, erwartet uns schon in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 das Maximum der Sternschnuppen der Perseiden.
Aber was sind eigentlich Sternschnuppen, im Fachjargon Meteore genannt? Auf jeden Fall sind es keine herunterfallenden und dabei verlöschende Sterne oder Kometen, der Himmel bewahre! Es sind kleine Gesteins-und Staubpartikel, die im Falle der Perseiden vom Kometen Swift-Tuttle stammen. Dieser Komet hat eine Umlaufzeit um die Sonne von gut 133 Jahren. Das letzte Mal war er 1992 in Sonnenähe. Bei jeder Sonnenannäherung beginnt ein tiefgefrorener Kometenkern aus Staub, Gestein und Gas an der Oberfläche aufzutauen, Gas tritt düsenartig aus und reißt aufgrund der geringen Schwerkraft des nur wenige Kilometer messenden Kometenkerns Gestein und Staub mit sich. Diese Gesteins- und Staubpartikel bilden durch reflektiertes Sonnenlicht den Schweif eines Kometen und verteilen sich schließlich auf der Umlaufbahn des "Schweifsterns".
Ein kosmischer Zufall will es, dass unsere Erde jedes Jahr um Mitte August den Bereich durchläuft, in dem der Komet Swift-Tuttle seine Bahn zog und dabei Kometenmaterial hinterließ. Wir bewegen uns mit 30km pro Sekunde (!) auf unserer Umlaufbahn um die Sonne. Die Bewegung der Kometenpartikel ist entgegengesetzt und so kommt es, dass die Staub- und Gesteinskörnchen mit einer Geschwindigkeit von rund 40-60 km/s in die Erdatmosphäre eintreten. Die dabei entstehende Reibungshitze bringt die Atmosphäre um die Flugbahn der Sternschnuppe (Meteor) durch Ionisation zum Leuchten. Das Kometenteilchen verglüht dabei und sinkt irgendwann, irgendwo vollkommen unbemerkt als Aschepartikel zu Boden.
Durch die Bahnverhältnisse scheinen die Schnuppen alle aus Richtung Nordosten zu kommen, dort wo sich das Sternbild des Perseus (Radiant) im Hintergrund befindet. Reiner Zufall, aber daher haben die Sternschnuppen ihren Namen, die Perseiden. Sie werden auch die Tränen des Laurentius genannt, nach dem Heiligen, der am 10. August seinen Namenstag hat.
Diese Karte zeigt den Himmelsanblick Mitte August gegen 2 Uhr morgens in Richtung Nordosten mit dem scheinbaren Ausgangspunkt (Radiant) der Meteore im Sternbild Perseus.
Alle Jahre wieder - die Perseiden oder die Tränen des St. Laurentius
August ist Sternschnuppenzeit
Die lauen Sommernächte machen es sehr angenehm um mit der Kamera auf Sternschnuppenjagd zu gehen. Ist die Kamera erst einmal auf- und eingestellt, dann ist das Wort Jagd eigentlich fehl am Platze, denn ab dann ist das Ganze eine sehr ruhige, entschleunigende und entspannende Angelegenheit. Die Kamera macht nun im Serienmodus Belichtungen von etwa 20-30 Sekunden Dauer und der "Jäger" schaut derweil in die Sterne und hofft so ganz nebenbei, dass doch mal so eine richtig "fette" Schnuppe das Bildfeld kreuzt.
So war es bei dem folgendenFoto, bei dem ich die explodierende Schnuppe nur im Augenwinkel als Lichtblitz mitbekam. Da stoppt man natürlich sofort die Aufnahmeserie, um zu prüfen, ob der Fotoschuß gesessen hat. Angeblich geht so mancher Schuß im Leben auch daneben. Nicht so in diesem Falle!
Die Sternschnuppe hatte sich auch noch optimal im Bild platziert, so dass an dem Bildaufbau mit den beiden hellen Planeten Jupiter und dem etwas schwächeren Saturn auf der Wolkenbank sowie der Milchstraße hinter der Schnuppe nichts mehr zu verbessern gewesen wäre.
Aus diesem Blickwinkel sollte der Sternschnuppenfall in der Gegend um Innsbruck ein "blendendes" Spektakel gewesen sein.
Wie, wann und wo beobachte ich die Perseiden am besten?
Um die Perseiden oder andere Sternschnuppen zu beobachten, brauchen wir nur einen freien Himmel, warme Kleidung und ein dunkles Plätzchen mit Sitzgelegenheit, oder wer es ganz luxuriös haben möchte, mit Liegestuhl und Deckchen.
Die beste Zeit auf Perseidenjagd zu gehen ist ab etwa 23 Uhr bis zur Morgendämmerung. Die Blickrichtung ist egal, denn die Schnuppen treten über den ganzen Himmel verstreut auf, aber sie kommen alle aus nordöstlicher Richtung.
Noch dazu stört heuer unser Mond das Beobachten um die Zeit des Maximums nicht, da ja bekanntlich am 12.8. Neumond (mit Sonnenfinsternis) ist!
Wer das Fotografieren der Sternschnuppen versuchen möchte, dem empfehle ich Stativ, Kameramodus Manuell, Schärfe an einem hellen Stern einstellen, Weitwinkel mit offener Blende, z.B. 2.8 oder 4.0, hohe ISO Zahl, z.B 1600, etwa 20 Sekunden Belichtungszeit, viel Speicherplatz und noch mehr Glück! Denn es werden sich wegen der hohen Fallgeschwindigkeit nur die allerhellsten Schnuppen abbilden. Am nächsten Tag kommt dann das spannende Durchblättern der Bilddateien. Viel Erfolg!
Der Lauf der Venus
Noch im Sommer letzten Jahres strahlte unser Nachbarplanet Venus als heller "Morgenstern" vor Sonnenaufgang unübersehbar vom Firmament. Im Laufe des Herbstes führte ihn seine Bahn von uns aus gesehen immer mehr hinter die Sonne, wo er schließlich in der hellen Morgendämmerung unsichtbar wurde. Während des Winters befand er sich auf der anderen Seite der Sonne. Jetzt führt ihn seine Bahn täglich weiter nach links von der Sonne weg, so dass Venus seit dem März nach Sonnenuntergang tief über dem Westhorizont zu finden ist. Zunächst war der Planet noch nicht sehr auffällig, aber mit dem zunehmenden Winkelabstand von der Sonne und dem damit immer späteren Untergang, wurde Venus aufgrund ihrer Helligkeit wieder zu dem, was ihr die Bezeichnung "Abendstern" oder "Morgenstern" verleiht.
Der fast erdgroße Planet wird uns mit seinem Glanz bis in den September hinein als Abendstern begleiten, bevor er im Oktober in der frühen Abenddämmerung wieder unsichtbar werden wird.
Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 27. Juni 2026
Durchmesser: 1,4 Millionen Kilometer, das entspricht 109 Erddurchmessern!
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Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.
Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie damit schon zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.
Wie die meisten aller Sterne, so erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.
Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten, aber ungemein faszinierend.
!!! Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!! Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.
Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten
Eine große Sonnenfleckengruppe am 27.6.2026
Die Drehung der Sonne innerhalb 48 Stunden
Die linke Aufnahme der Sonne ist vom 12.1.23, die rechte stammt vom 14.1.23. Deutlich ist die scheinbare Wanderung der Sonnenflecken nach rechts zu erkennen. Die Bewegung der Sonnenflecken ist jedoch nicht den Flecken selbst zuzuschreiben, sondern ist der Drehung der Sonne geschuldet.
Eine Umdrehung dauert am Sonnenäquator rund 25 Tage, an den Polen an die 30 Tage. Diese unterschiedlichen Rotationszeiten sind möglich, da es sich bei der Sonne, wie auch bei den anderen Sternen um keine festen Körper, sondern um Gas- (Plasma-) kugeln handelt.
Der moderne Ikarus
Nein, das ist nicht der alte Ikarus, das ist modernstes Fluggerät. Aber auch all die elektronische Technik ist nicht vor Beeinträchtigungen durch die Sonne gefeit. Sogenannte Sonnenstürme in Form von Strahlungsausbrüchen oder coronalen Masseauswürfen können die Funktion von elektronischer und digitaler Technik behindern. Dies ist einer der Gründe, warum unser Zentralgestirn von professionellen Sonnenobservatorien weltweit ununterbrochen beobachtet wird.
Sonnige Emojis
Sonnenflecken sind Abkühlung in den äußeren Gasschichten, verursacht durch starke Magnetfelder, die den Wärmefluß zur Sonnenoberfläche behindern. Sie sind dadurch ständigen Veränderungen unterworfen und bilden hin und wieder skurrile Anblicke, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Die Flecken haben eine Temperatur von etwa 1500 Grad Celsius weniger als die 5500 Grad heiße ungestörte Sonnenoberfläche (Photosphäre).
Am 29. Juni 2021 führte ein kosmischer, oder sollte ich vielleicht eher sagen: ein komischer Zufall zu einem besonderen Anblick eines Sonnenfleckes, den man wohl als das
Größte Emoji des Sonnensystems
bezeichnen kann. Wenn jemand von Ihnen ein Emoji mit einem Kopfdurchmesser von mehr als 30 000 Kilometern kennt, dann bitte bei mir melden!
Schon am folgenden Tag war von dem sonnenbebrillten Gesicht nichts mehr zu erkennen.
Bergsommer (Rejoice in the Sun)
Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.
Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013
Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai 2013. Zum einen ist auf den Fotos noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.
Die beiden oberen Aufnahmen zeigen unseren Tagesstern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.
Sonneneruption am 5.5.2013
Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!
Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.