Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

<< Neue Überschrift >>

Zwei Planeten an der Milchstraße

Mars und Saturn über dem Isarwinkel am 3. August 2018

Dieses Foto zeigt den Blick im September in Richtung Süden nach Einbruch der Dunkelheit. Im Südosten strahlt der Planet Mars aus rund 58 Millionen Kilometern in seinem schönen und ruhigen, roten Licht. Direkt im Süden und etwas höher über dem Horizont, finden wir als zweithellsten "Stern" den Ringplaneten Saturn bei einer Entfernung von rund 1,4 Milliarden Kilometer. Der Mars befindet sich zur Zeit im Sternbild Steinbock, Saturn im Sternbild Schütze. Rechts unterhalb des Saturns läßt sich mit einem Fernglas das auf dem Bild erkennbare Sternentstehungsgebiet Messier 8 (Lagunennebel) aufspüren. Das Licht dieser ionisierten Wasserstoffwolke benötigt etwa 6000 Jahre um uns zu erreichen. Davor und dahinter befinden sich unzählige Sonnen, die das Lichterband unserer Milchstraße bilden.

<< Neue Überschrift >>

Der Planet Mars ist jetzt der König der Nacht.

Der aufgehende Planet Mars am 24. Juli 2018

Benannt nach dem römischen Kriegsgott Mars, übernimmt der rote Planet von jetzt an das Kommando bei den sichtbaren Planeten. Wenn die Sonne untergeht, steht Mars bereits über den südöstlichen Horizont und zieht dann im Laufe der Nacht - aufgrund der Erddrehung - von Südosten nach Südwesten über den Himmel. Dank seiner Helligkeit und seiner roten Farbe, ist der Wüstenplanet nicht zu übersehen. Am 27.Juli 2018 näherten sich Mars und Erde bis auf 57.6 Millionen Kilometer, so nahe wie seit 2003 nicht mehr. Im Teleskop ist es trotzdem zur Zeit schwierig Details seiner Oberfläche zu erkennnen, da auf dem Planeten ein Staubsturm tobt.

<< Neue Überschrift >>

Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 19. August 2018

Auch an diesem Tag zeigte sich die Sonne (bis auf ein winziges Fleckengrüppchen links unten) fleckenlos.

Im letzten Jahr ist die Sonnenaktivität deutlich zurück gegangen, was auch zu der Vorhersage gemäß dem Sonnen-fleckenzyklus passt. Demnach werden große Fleckengruppen in den nächsten zwei bis drei Jahren seltener zu sehen sein. Aber vor Überraschungen ist man bei der Sonne nie gefeit! Von daher bleibe ich auf jeden Fall, im wahrsten Sinne des Wortes, "am Ball", um Ihnen diese hier zu zeigen.

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten aber ungemein faszinierend.

 

    !!! Achtung: Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!!

                                 Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

<< Neue Überschrift >>

Detailaufnahme der letzten großen Sonnenfleckengruppe am 3. September 2017

<< Neue Überschrift >>

Bergsommer (Rejoice in the sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

<< Neue Überschrift >>

Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnah- men zeigen unseren Tages- stern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.