Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Auf dieser Seite dreht sich alles um Sonne, Mond, Planeten, Sternschnuppen und alles andere, was sich in unserem Sonnensystem so tummelt, außer den Kometen, die haben sogar ihre eigene Seite. Hier erfahren Sie was sich auf der Sonne tut, Sie finden immer wieder mal fotografische Blicke zum Mond, Sie erfahren, wo Sie die Planeten finden und was sie in einem kleinen Teleskop von sich zeigen und noch vieles mehr. Bei den Beschreibungen der Objekte beschränke ich mich auf das notwendige Minimum, alles weitere gibt es heute ja z.B. auf Wikipedia.

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Planetenparade

Gleich fünf von den acht Planeten unseres Sonnensystems befinden sich bis Mitte Dezember am frühen Abendhimmel. Lediglich der sonnennahe Merkur und der Mars befinden sich unsichtbar am Tageshimmel und auf dem noch fehlenden Planeten stehen wir.

Von den Fünfen sind drei ganz einfach mit dem bloßen Auge sofort zu erkennen, wenn der Blick nach Südwesten frei ist. Denn dort finden wir gegen 18 Uhr tief über dem Horizont den Planeten Venus als strahlend hellen "Abendstern". Das zweithellste Gestirn ist der Planet Jupiter, direkt im Süden. Zwischen Jupiter und Venus finden wir schließlich den Ringplaneten Saturn als dritthellsten "Stern".

Wo ist dann der vierte und der fünfte Planet? In der Planetenparade befindet sich der fernste Planet unseres Sonnensystems, Neptun, weiter links von Jupiter. Er ist aber ohne optische Hilfe von Fernglas und Teleskop nicht auszumachen, da er aufgrund seiner großen Entfernung nur wenig Sonnenlicht reflektiert. Selbst im Teleskop ist von ihm nur ein winziges bläuliches Scheibchen zu erkennen und er ist von einem Stern kaum zu unterscheiden. Jetzt fehlt nur noch Uranus. Auch er ist für das bloße Auge zu schwach leuchtend. Er befindet sich über dem Osthorizont und sprengt dadurch im wahrsten Sinne des Wortes den Rahmen des Bildes und ist deswegen hier auf dem Foto nicht mit drauf.

Planetenparade über Wackersberg am 21.11.2021

Die Entfernungen der Planeten (gerundet) am 21.11.2021:

enus: 74 Millionen km,  Jupiter: 750 Millionen km,   Saturn: 1,5 Milliarden km,    Neptun: 4,5 Milliarden km

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Eine schüchterne Venus

Ganz tief am südwestlichen frühen Abendhimmel ist zur Zeit der Planet Venus als heller "Stern" zu finden. Seine diesjährige Vorstellung als Abendstern verläuft aber aufgrund der Bahngegebenheiten leider nicht so spektakulär wie üblich. Trotzdem lohnt sich ein Blick zur Venus mit einem Teleskop. Darin zeigt sich momentan der fast erdgroße Gesteinsplanet wie ein kleiner Halbmond. In den kommenden Wochen, bis etwa Mitte Dezember, wird Venus durch ihre Annäherung an die Erde im Teleskop immer größer und ihre Phase immer mehr sichelförmig!

Das Foto zeigt die Venus als strahlenden "Abendstern" am 24.10.2021, kurz vor dem Verschwinden hinter der Benediktenwand.

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Jupiter und Saturn noch am Abendhimmel

Jetzt stehen die beiden Planeten bereits um 18 Uhr in günstiger Position am südlichen Himmel um ein Spektiv oder Teleskop auf die beiden Gasplaneten zu richten. Beobachten Sie den ständigen Positions-wechsel der vier Galileischen Monde am Jupiter und bestaunen Sie das einmalige Ringsystem des Saturns !

      Jupiter mit den vier Galileischen Monden                                    Der Ringplanet Saturn

Diese zwei Ansichten zeigen den Anblick von Jupiter und Saturn in einem kleinen Teleskop bei ca. 80-facher Vergrößerung. Die besten Sichtbedingungen hat man meistens wenn der Planet am höchsten am Himmel, also im Süden steht, zudem spielt neben der Güte der Optik (Justierzustand), die Luftunruhe eine große Rolle bei der Qualität des Bildes im Teleskop. Bei stärkerer Luftunruhe empfiehlt es sich eine schwächere Vergrößerung zu verwenden. Weniger ist oft mehr. Und jetzt viel Freude und Erfolg bei Ihrer Reise zu den zwei größten Planeten unseres Sonnensystems!

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Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 8. September 2021

Die steigende Sonnenaktivität ist auf den ersten Teleskopblick durch die vermehrte Anzahl von Sonnenflecken zu erkennen, die Zahl der Tage mit einer fleckenlosen Sonne werden immer weniger. Diese Entwicklung hat sich in den letzten zwei Monaten fortgesetzt und so tut sich endlich wieder etwas auf unserem Zentralgestirn. Die über dem unteren Sonnenrand sichtbare lange Fleckengruppe hat eine Ausdehnung von fast 300 000 Kilometern! Die einzelnen Flecken haben etwa die Größe der Erde!

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie damit schon zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten aber ungemein faszinierend.

 

 !!! Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr  !!!                            Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten Solar Dynamics Observatory  

Sonnenflecken am Sonnenrand mit Sonnenfackeln Sonnenfleckengruppe mit Sonnenfackeln am 26.6.2021

Durch die im Durchschnit 27 Tage dauernde Sonnenrotation tauchen immer wieder Sonnenflecken am östlichen Sonnenrand auf, die zwei Wochen zuvor noch nicht vorhanden waren. So wie diese kleine Sonnen- fleckengruppe, die sich auf dem Foto vom 26. Juni 2021 noch nahe des Sonnenrandes befindet.

Die faserartigen helleren Objekte nennt man Sonnenfackeln. Es handelt sich dabei um etwa 7000 Grad heiße Gebiete in Bereichen stärkerer magnetischer Aktivitäten. Sonnenflecken treten oft in solchen Gebieten auf.

 

 

 

Das folgende Foto, zwei Tage später, am 28. Juni aufgenommen, zeigt die Drehung der Sonne sowie auch deutliche Veränderungen in den Flecken und in der Anzahl der Flecken.

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Sonnenfleckengruppe am 28.6.2021

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Sonne mit "Emoji" am 29.6.2021

Die laufende Veränderung der Sonnenflecken führte am 29. Juni 2021 durch einen kosmischen, oder soll ich eher sagen: durch einen komischen Zufall zu einem besonderen Anblick eines Sonnenfleckes, den man wohl als das

 

Größte Emoji des Sonnensystems

 

bezeichnen kann. Wenn jemand von Ihnen ein Emoji mit einem Kopfdurchmesser von mehr als 30 000 Kilometern kennt, dann bitte bei mir melden!

 

 

 

 

 

Schon am folgenden Tag war von dem sonnenbebrillten Gesicht nichts mehr zu erkennen.

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Bergsommer (Rejoice in the sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

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Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnah- men zeigen unseren Tages- stern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.