Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Totale Mondfinsternis am Freitag, den 27. Juli 2018.

Am Abend des 7.August 2017 war der Aufgang des Vollmondes mit einer leichten Verfinsterung durch den Erdschatten zu beobachten. Das Foto zeigt diese teilweise Mondfinsternis im letzten Jahr.

Am 27. Juli 2018 dagegen, wird man den Aufgang des Vollmondes am südöstlichen Horizont - in unseren Breiten gegen 21:30 Uhr -  vielleicht erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennen, da sich unser Erdtrabantden zu der Zeit bereits ganz im Erdschatten befinden wird und nur noch in einem tiefroten Licht schimmert. Den zeitlichen Ablauf dieser totalen Mondfinsternis zeigt die folgende Grafik von der Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Das ist aber noch nicht alles, denn es hat sich noch mehr himmlische Prominenz zu dieser Aufführung angesagt. Mehr dazu gibt's im Folgenden.

Die Himmelsbühne ist vorbereitet, der "Spielplan" steht. Jetzt muß nur noch Petrus den Vorhang rechtzeitig am 27. Juli öffnen, damit wir diese himmlische Darbietung staunend verfolgen können.

 

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Die beiden größten Planeten unseres Sonnensystems geben sich die Ehre und ein dritter stiehlt die Show.

Die Planeten Saturn und Jupiter über den südlichen Isarwinkler Bergen am 4. Juli 2018

Jupiter und der Ringplanet Saturn sind bei Einbruch der Dunkelheit die hellsten "Sterne" am südlichen Abendhimmel. Heller ist nur noch der Planet Venus über dem Westhorizont und natürlich unser guter alter Mond, wenn er sich denn einmal dazugesellt. Der rote Riesenstern Antares im Sternbild Skorpion bildet mit Jupiter und Saturn ein Dreigestirn über dem Südhorizont. Jupiter befinder sich im Sternbild Waage (siehe unten) und Saturn im Sternbild Schütze.

 

Später am Abend wird den beiden größten Planeten unseres Sonnensystems jedoch die Schau gestohlen und zwar von einem - im Vergleich -  Winzling! Dieser nur gute 6000 Kilometer große rötliche Showbuster ist unser äußerer Nachbarplanet Mars, den wir am 27. Juli auf unserer Innenbahn überholen werden. Uns trennen vom roten Wüstenplaneten dann nur noch rund 58 Millionen Kilometer und dies ist auch der Grund, warum er zur Zeit durch seine Helligkeit die beiden Großen regelrecht in den Schatten stellt.

Anläßlich der totalen Mondfinsternis und dieser Planetenparade gibt es am Tölzer Planetarium am 27. Juli einiges zu sehen! Mehr dazu hier

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Ein planetarisches Schwergewicht auf der Himmelswaage

Der Planet Jupiter durchwandert zur Zeit das Sternbild Waage (eingezeichnet) und wie man sieht, scheint die "Himmelswaage" das Gewicht des Kolosses Jupiter unerbittlich anzuzeigen - so sind sie halt die Waagen. Der Stern rechts neben dem Jupiter ist Alpha Librae, ein Doppelstern, in dessen perspektivischer Nähe sich unser planetarisches Schwergewicht zur Zeit aufhält. Auf der Übersichtsaufnahme (oben) vom 4.Juli 2018 steht Jupiter rechts von Alpha Librae.

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Abendstern - Der Planet Venus regiert am westlichen Abendhimmel

Unübersehbar hell strahlt unser Nachbarplanet Venus derzeit abends über dem westlichen Horizont.  Venus bleibt uns als sogenannter "Abendstern" bis etwa Mitte September am westlichen Abendhimmel erhalten, bevor sie wieder auf die andere Seite der Sonne wechselt um dann ab Anfang November ihre "Schicht" als "Morgenstern zu beginnen.

Venus ist, wie unsere Erde, ein Gesteinsplanet und ist auch fast genauso groß. Damit erschöpfen sich schon die Ähnlichkeiten. Die Atmosphäre der Venus besteht zu 95% aus Kohlendioxyd mit dem 90-fachen Druck unserer Lufthülle und die Oberflächentemperatur erreicht fast 500 Grad Celsius.

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Venus und Merkur am 1. Juli 2018

Diese beiden "Blicke in das Teleskop" zeigen die Planeten Venus (links) und Merkur am 1. Juli 2018. Die beiden sonnennächsten Gesteinsplaneten befinden sich auf ihren Umlaufbahnen zur Zeit links von der Sonne und zeigen deshalb die Form eines zunehmenden Halbmondes. Die große Helligkeit der Venus wird durch die starke Reflektion des Sonnenlichtes an der geschlossenen Wolkendecke des Planeten verursacht. Merkur dagegen, hat keine nennenswerte Atmosphäre. Seine mondähnlichen Kraterlandschaften sind auf der Sonnenseite Temperarturen bis 500 Grad Celsius ausgesetzt, auf der Nachtseite fällt die Temperatur bis fast - 200 Grad Celsius, da durch die fehlende Atmospäre kein Temperaturausgleich erfolgt.

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Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 3. September 2017

In den letzten Monaten ist die Sonnenaktivität deutlich zurück gegangen, was auch zu der Vorhersage gemäß dem Sonnenfleckenzyklus passt. Demnach werden Fleckengruppen in den nächsten drei bis vier Jahren seltener zu sehen sein. Aber vor Überraschungen ist man bei der Sonne nie gefeit! Von daher bleibe ich auf jeden Fall, im wahrsten Sinne des Wortes, "am Ball" um Ihnen diese hier zu zeigen.

So eine Überraschung bescherte unser Tagesgestirn Anfang September, als sich plötzlich zwei große Fleckengruppen entwickelten.

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 6000 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten aber ungemein faszinierend.

 

    !!! Achtung: Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!!

                                 Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

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Detailaufnahme der Sonnenfleckengruppen am 3. September 2017

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Bergsommer (Rejoice in the sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

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Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnah- men zeigen unseren Tages- stern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.