Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Planetarischer Schichtwechsel am Abendhimmel

Venus hat ihre "Schicht" als Abendstern nun beendet, aber sie hat einen würdigen Nachfolger als "Star" des Abendhimmels. Kein geringerer als der Riesenplanet Jupiter leuchtet von nun an unübersehbar als hellster "Stern" über dem östlichen Horizont. Jupiter ist immer einen Blick mit dem Fernglas, Spektiv oder Teleskop wert und das dachte sich sicher auch Galileo Galilei, als er im Jahre 1610 die vier "Galileischen" Monde entdeckte. Sie können das auch, probieren Sie es doch mal!

Jupiter wird heuer seine Erdnähe am 7. April, mit einem Abstand von rund 668 Millionen km, erreichen. Die Laufzeit des reflektierten Sonnenlichts vom Planeten bis zu uns beträgt dann 35 Minuten. Das ist nur ein Katzensprung im Vergleich zu der Entfernung des hellen Sterns Spica, den wir unterhalb des Jupiters finden. Die hellste Sonne im Sternbild Jungfrau befindet sich nämlich rund 260 Lichtjahre im Hintergrund !

<< Neue Überschrift >>

Jupiter mit seinen vier Galileischen Monden

Jupiter am 9. April 2017

Jupiter posiert hier mit seinen vier hellsten Monden. Diese Fotos stellen etwa den Anblick des Planeten im Teleskop bei niedriger Vergrößerung mit den vier Monden sowie bei starker Vergrößerung dar. Deutlich ist auch der Große Rote Fleck in der Gashülle des Planeten zu erkennen. Dabei handelt es sich um ein erdgroßes Sturmsystem, das bereits seit ca. dreihundert Jahren beobachtet wird. Es ist aber nicht andauernd zu sehen, da sich der Planet in rund zehn Stunden um sich selbst dreht. Diese schnelle Drehung ist auch der Grund für die Abplattung der hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehenden Gaskugel von rund 11-fachen Erddurchmesser.

<< Neue Überschrift >>

Auf diesem Foto vom 9. April 2017 teilt sich Jupiter mit seinen vier hellsten Monden das Blickfeld bei etwa 30-facher Vergrößerung mit einer Sonne ca. 330 Lichtjahre im Hintergrund (am linken Bildrand). Bei dieser Sonne handelt es sich um den Stern Theta Virginis. Jupiters Entfernung zum Zeitpunkt der Aufnahme war gerade mal 35 Lichtminuten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens, wenn wir von den Planeten des Sonnensystems aus in den Sternen- himmel schauen könnten, dann würden wir keinen Unterschied im Anblick fest- stellen, da sich unsere Planeten einfach nicht weit genug im Raum befinden um eine perspektivische Änderung der Sternbilder zu erfahren.

<< Neue Überschrift >>

Wie von Engelsflügeln getragen,

so scheint Jupiter mit den Monden Io, Ganymed, Europa und Kallisto am 10.4.2017 über einer Wolke im Raum zu schweben. Dieses Bild entstand mit einer Brennweite von 300 mm beim Licht des fast vollen Mondes. Der Stern links unterhalb des Jupitersystems ist Theta Virginis.

<< Neue Überschrift >>

Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 30. März 2017

In den letzten Monaten ist die Sonnenaktivität deutlich zurück gegangen, was auch zu der Vorhersage gemäß dem Sonnenfleckenzyklus passt. Demnach werden Fleckengruppen in den nächsten drei bis vier Jahren seltener zu sehen sein. Aber vor Überraschungen ist man bei der Sonne nie gefeit! Von daher bleibe ich auf jeden Fall, im wahrsten Sinne des Wortes, "am Ball" um Ihnen diese hier zu zeigen.

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 6000 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten aber ungemein faszinierend.

 

    !!! Achtung: Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!!

                                 Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

<< Neue Überschrift >>

Detailaufnahme der Sonnenfleckengruppe am 19.Juli 2016

Über 168 000 Kilometer erstreckte sich diese Sonnenfleckengruppe am 19.Juli 2016

<< Neue Überschrift >>

Bergsommer (Rejoice in the sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

<< Neue Überschrift >>

Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnah- men zeigen unseren Tages- stern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.