Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

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Der Ostervollmond

Am 28.3.21 zeigte sich unser Mond wieder in der Vollmondphase. Dieser Vollmond war nicht irgendein gewöhnlicher Vollmond, sondern der, der das Datum unseres Osterfestes bestimmt. Dieser Vollmond am 28.März war der erste Vollmond nach dem Frühlingsanfang (21.3.21). Die Regel zur Bestimmung des Osterdatums besagt, dass das Osterfest am ersten Sonntag nach dem Vollmond nach dem Frühlingsanfang sattfinden soll. Diese Regelung ist älter als Sie vielleicht vermuten, denn sie stammt aus dem Jahr 325 und wurde auf dem Konzil von Niccäa beschlossen.

Das Foto zeigt den Ostervollmond 2021 beim Aufgang hinter den Gaißacher Bergen.

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Mars, der vielbesuchte Wandelstern am Abendhimmel

Mars ist zur Zeit der einzige sichtbare Planet am Abendhimmel und es herrscht dort zur Zeit reger Besucherverkehr. Neben einer arabischen Sonde zur Untersuchung der Marsatmosphäre ist mittlerweile auch eine chinesische Marssonde angekommen, deren Lander aber erst im Sommer auf dem Mars aufsetzen soll.

Der größte und schwerste Besucher, der Marsrover "Perseverace" der NASA, setzte am 18.2.2021 dank einer spektakulären Landetechnik erfolgreich auf dem Mars auf.

 

Wer den Mars mit eigenen Augen am Sternenhimmel sehen möchte, der hat auch weiterhin dazu Gelegenheit. Der Rote Planet wandert von jetzt bis in den März hinein unter dem Sternhaufen der Plejaden (Siebengestirn) vorbei nach links, also nach Osten.

 

Die Position des Mars im Sternbild Stier am 11.2.21

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Mars am 2. März 2021

Deutlich ist die veränderte Position des Mars im Vergleich mit der Übersichtsaufnahme (oben) vom 11.2.21 zu erkennen

Fast 223 Millionen Kilometer war der Mars von uns entfernt, als diese Aufnahme am 2.3.21 entstand. Das vom Planeten reflektierte Sonnenlicht oder auch die Funksignale der Marssonden und Rover benötigt für diese Strecke etwa 12 Minuten um zu uns zu gelangen. Das ist aber gerade mal ein Wimpernschlag im Vergleich zu den rund 400 Jahren, welche das Licht der Sonnen des Siebengestirns braucht, um in unsere Augen zu fallen!

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie der Sternenhimmel auf dem Mars wohl aussehen mag? Aufgrund der geringen Entfernung der Planeten von uns, präsentieren sich dort die Sternbilder vollkommen unverändert. Wenn man am frühen Marsabend in südlicher Richtung zum Himmel schauen würde, dann sähe man genau den gleichen Sternenhimmel wie wir ihn sehen, natürlich ohne Mars.

Am morgendlichen Marshimmel strahlt dagegen vor Sonnenaufgang ein heller Morgenstern. Und das ist niemand anders als Mutter Erde! Hätten Sie jemals gedacht, dass Sie einen Morgenstern bewohnen!?

Warum das so ist ersehen Sie aus der Grafik des folgenden Abschnitts.

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Wo sind denn die anderen Planeten!?

Eine gute Frage, denn von den mit dem bloßen Auge sichtbaren Planeten ist nur der Mars am Abendhimmel zu finden. Warum das so ist, das soll die Grafik - zugegeben, sehr bescheiden, ich gelobe Besserung - darstellen. Darauf sehen wir den Blick auf unser Sonnensystem von "oben", also von Norden. Sie zeigt die Planeten, die wir ohne optische Hilfsmittel am Himmel beobachten können, wenn uns nicht die Sonne daran hindert.

Blick auf das Sonnensystem Planetenstand am 28.2.2021

Die Planeten umlaufen die Sonne aus dieser Perspektive gesehen gegen den Uhrzeigersinn.  Die Drehung der Erde um ihre eigene Achse erfolgt ebenfalls gegen den Uhrzeigersinn. Daraus erkennt man, dass Merkur, Saturn und Jupiter rechts von der Sonne stehen und daher vor ihr aufgehen. Aufgrund ihres geringen Winkelabstandes von der Sonne sind sie allerdings z.Z. schwierig in der Morgendämmerung zu finden, geschweige denn zu beobachten. Lediglich für den Merkur gibt es Anfang März eine kurze Sichtbarkeitsperiode am Morgenhimmel.

Ganz schlechte Karten haben wir momentan mit der Venus. Sie steht von der Erde aus gesehen auf der anderen Seite der Sonne und ist überhaupt nicht beobachtbar.

Und so bleibt uns nur noch der Mars, der uns noch einige Zeit am Abendhimmel begleiten wird und dank "Perseverance" - von seinen Freunden auch "Percy" genannt -  berechtigter Weise großes Aufsehen erregt.

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Die Sonne - der Stern vor unserer Haustüre - am 27.11.2020

Wenn nicht alles täuscht, erwacht die Sonne langsam aus ihrer Ruhephase. Vermehrt auftretende Sonnenflecken und Fleckengruppen sind Anzeichen für eine zunehmende Sonnenaktivtät. Die Freude bei den Sonnenbeobachtern ist groß, wenn sich nach mehreren Jahren mal wieder ein größerer Fleck blicken läßt. Einzelne Flecken waren in den letzten 1,5 Jahren zwar hin und wieder sichtbar, aber große Flecken und Fleckengruppen wie in den letzten drei Wochen waren absolute Mangelware.

Diese Entwicklung entspricht der Vorhersage gemäß des Sonnenaktivitätzykluses der besagt, dass es alle 10-13 Jahre zu einem Minimum bzw. Maximum der Sonnenaktivität kommt.

Bleiben wir also am Ball und seien wir gespannt, was uns die Sonne in der nächsten Zeit so präsentieren wird!

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand der Stern aus einer sich zusammenziehenden Wolke aus Gas und Staub. Ein Stern von schätzungsweise 200 Milliarden in unserer Heimatgalaxie war geboren. Mit der Sonne entstanden auch die Planeten.

Die Sonne ist zwar ein kleiner, durchschnittlicher Stern, dafür ist sie aber sehr konstant in ihrer Energieabstrahlung und mit einer Lebensdauer von rund 10 Milliarden Jahren erfüllt sie zwei wichtige Bedingungen für die Entstehung von Leben in ihrem System von Planeten und Monden.

Wie die meisten aller Sterne, erzeugt auch die Sonne ihre schier unermeßliche Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Dieser Prozeß läuft im Zentrum der Sonne bei einer Temperatur von etwa 15 Millionen Grad ab. An der Oberfläche der Gaskugel beträgt die Temperatur noch rund 5500 Grad Celsius. Wenn Magnetfelder den Wärmefluß zur Oberfläche in dem elektrisch geladenen Gas (Plasma) behindern, so macht sich dies durch Sonnenflecken bemerkbar. In ihren dunkelsten Bereichen liegt die Temperatur etwa 1500 Grad unter der der Umgebung. Diese Flecken können innerhalb von Stunden entstehen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, wohl aber auch über Wochen sichtbar bleiben.

Neben den, mit geeigneten Sonnenfiltern leicht zu beobachtenden Sonnenflecken, möchte ich Ihnen aber auch Fotos von sogenannten Protuberanzen zeigen. Diese über den Sonnenrand aufsteigenden Gasauswürfe sind nur mit Spezialfernrohren zu beobachten aber ungemein faszinierend.

 

    !!! Achtung: Nie ohne spezielle Sonnenfilter vor der Optik in die Sonne schauen - Erblindungsgefahr !!!

                                 Diese Filter erhalten Sie, auch für Ihre Optik, im Astro-Fachhandel.

Für noch viel mehr aktuelle Sonne, hier geht es zum Sonnenbeobachtungssatelliten Solar Dynamics Observatory  

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Detailaufnahme der Sonnenfleckengruppe vom 7.11.2020

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Bergsommer (Rejoice in the sun)

Eine spektakuläre Protuberanz stieg am 15. August 2016 über den Sonnenrand. Das elektrisch geladene Gas erreichte durch ein Magnetfeld eine Höhe von rund 230 000 Kilometer. Als Dreingabe gab es bei Sonnenuntergang noch die friedlich grasenden Jungkühe auf dem Blomberg, was uns wieder einmal zeigt, in welcher faszinierenden Welt wir leben und doch so wenig davon mitbekommen.

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Fotogener Sonnenrand am 9.5.2013

Einen besonderen Anblick bot der südwestliche Sonnenrand am 9. Mai. Zum einen ist auf den Fotos  noch die große Fleckengruppe vom 5.Mai zu sehen und man kann sehr gut erkennen, wie sie sich in nur vier Tagen verändert hat. Zudem wanderte die Fleckengruppe durch die Sonnendrehung näher an den südwestlichen Sonnenrand.

 

Die beiden oberen Aufnah- men zeigen unseren Tages- stern im Wasserstofflicht. Darauf ziert eine riesige  Sonnenprotuberanz den südwestlichen Sonnenrand. Sie dürfte eine Höhe von 100 000 km und eine Breite von fast 300 000 km erreicht haben.

Sonneneruption am 5.5.2013

Von 0 auf 100 000 Kilometer Höhe in nur einer Stunde!

 

Das entspricht etwa einer Geschwindigkeit von 28 km pro Sekunde, mit der Sonnenplasma (elektrisch geladenes Gas) durch Magnetfelder von der Sonne weggeschleudert wird. Wenn Sonnenplasma stark genug beschleunigt wird, verläßt es den Stern und fliegt in den interplanetaren Raum. Man spricht dabei von einem Koronalen Massenauswurf. Trifft so ein Massenauswurf auf die Erde, so kann dies zu Beeinträchtigungen in der Kommunikations- und Energietechnik führen und sogar in unseren Breiten können dann Polarlichter den Nachthimmel erleuchten.