Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

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Herbst am Himmel

So wie jede Jahreszeit ihre typischen Sternbilder hat, so hat auch der Herbst sein markantes Sternbild. Es ist das Sternbild Pegasus, das fliegende Pferd aus der griechischen Mythologie. Wir finden es im Oktober und November hoch am südöstlichen, frühen Abendhimmel. Am auffälligsten davon ist ein aus helleren Sternen gebildetes Viereck, das sogenannte Pegasusquadrat. Daran schließt sich am rechten unteren Stern des Quadrats eine geknickte Reihe von schwächeren Sternen an, die den Hals und den Kopf des Pferdes bilden. Das Pferd fliegt also von unserer Nordhalbkugel aus gesehen auf dem Rücken.

Der linke obere Stern des Quadrates gehört schon nicht mehr zum Pegasus, sondern es ist der hellste Stern des Sternbildes Andromeda. Das Sternbild gibt auch der großen Nachbargalaxie unserer Milchstraße ihren Namen. Die Andromeda-Galaxie ist der schwache Lichtschimmer einer Sternenstadt in rund 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung. Dieses schwache, nebelige Leuchten ist der Lichtschimmer von geschätzten 400 Milliarden Sonnen, dessen Licht nach einer 2,5 Millionen Jahre dauernden Reise in unser Auge fällt, vorausgesetzt der Himmel ist dunkel und klar.

Ein sehr guter Wegweiser zur Andromeda-Galaxie ist das Sternbild Cassiopeia, die Königin, auch Himmels-W genannt. Die spitzere Spitze des Himmels-Ws zeigt fast direkt in Richtung der Andromeda-Galaxie. Einen besseren Wegweiser kann man sich am Sternenhimmel nicht wünschen.

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Das Sommerdreieck

Ende Oktober und im November finden wir das sogenannte Sommerdreieck nach Einbruch der Dunkelheit am südwestlichen Himmel. Es wird markiert von den drei hellsten Sternen der Sternbilder Schwan (Deneb), Leier (Wega)  und Adler (Atair). Das Sommerdreieck zählt nicht als Sternbild, ist aber ein guter Wegweiser zu den bereits genannten Sternbilder und auch noch zu den kleinen Sternbildern des Delfins und des Pfeils.

Während die beiden Sterne Wega und Atair mit 25 bzw. 17 Lichtjahren relativ nahe sind, braucht das Licht des blauen Riesensterns Deneb über 1500 Jahre um uns zu erreichen.

Ein Delfin tummelt sich im Sternenmeer

Im allerbesten Fall, unter besten Bedingungen, sehen wir die schwächsten Sterne des Sommerdreiecks mit dem bloßen Auge etwa wie auf der Übersichtsaufnahme oben. Ein Foto mit ein paar Minuten Belichtung vom Sternbild Delfin und einem Teil des Adlers, bringt jedoch abertausende weitere Sonnen zum Vorschein, die unserem Auge verborgen bleiben. Der helle Stern rechts unten ist Atair im Adler, der Delfin tummelt sich im wahrsten Sinne des Wortes links von der Bildmitte im Sternenmeer. Eine echte Offenbarung, wenn man bedenkt, dass jedes dieser Pünktchen eine Sonne ist, die im Zentrum eines Sonnensystems steht, wahrscheinlich umgeben von Planeten mit Monden, Asteroiden, Kometen,

Meteoroiden,....

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen, bedarf es eines dunklen, klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzten 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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