Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Auf dieser Seite geht es um die Welt außerhalb unseres Sonnensystems. Von unserer Sonne bis zum äußersten Planeten, Neptun, sind es fast 5 Milliarden Kilometer, das entspricht einer Lichtlaufzeit von gerade einmal rund 5 Stunden. Der näheste Nachbarstern zur Sonne ist dagegen 4 Lichtjahre von ihr entfernt. Um diese Welt dort draußen geht es hier. Hier finden Sie Anleitungen zum Auffinden der Sternbilder, zum Aufsuchen von Objekten die auch im Fernglas oder im kleinen Fernrohr sichtbar sind, fotografische Blicke zu besonderen Objekten und noch vieles mehr. Die Beschreibungen der Objekte und der Sternbilder beschränke ich auf ein Minimum, da dazu sehr viel z.B. auf Wikipedia zu finden ist. Und jetzt viel Freude und Erfolg auf Ihren Touren in die Welt der Sterne!

Noch ein Tipp für alle Gäste und Urlauber in Wackersberg: Bei einem abendlichen Spaziergang auf unseren wunderbaren Fußwegen finden Sie aufgrund der sparsamen Außenbeleuchtungen bereits wenige Meter außerhalb des Dorfes einen dunklen Sternenhimmel wie Sie ihn vielleicht noch nie gesehen haben. Auch  viele Ferienwohnungen und Gästepensionen in der Umgebung von Wackersberg bieten einen dunklen Sternenhimmel direkt vor der Haustüre - fragen Sie bei Ihrer nächsten Buchung danach!

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Der Sternenhimmel im Februar gegen 22 Uhr

Der Kartenausschnitt umfasst den Bereich vom südlichen Horizont bis senkrecht hinauf zum Zenit.

              Diese Karte wird zur Verfügung gestellt von der Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Die Website der Vereinigung www.sternfreunde.de ist äußerst informativ und jedem Sternfreund, egal ob                                              Anfänger oder "Profi", zu empfehlen!

 

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Nova T Coronae Borealis - Alle 80 Jahre gespanntes Warten!

Sternbild Corona Borealis mit dem Stern T Coronae Borealis (markiert)

Dieses Foto zeigt das Sternbild der Nördlichen Krone. Ein schmuckes kleines Sternbild mit seinem hellsten Stern Gemma, was auf deutsch passenderweise Edelstein bedeutet. Es ist aber nicht Gemma, der im Laufe des Jahres weltweit Sterngucker faszinieren wird, sondern das winzige, mit dem bloßen Auge unsichtbare  markierte Sternchen - T Coronae Borealis. Das aus zwei Sternen bestehende System befindet sich in rund 2500 Lichtjahren Entfernung. Bekannt wurde der Stern im Laufe von Jahrhunderten durch seine Helligkeitsausbrüche, die ihn für wenige Tage für das bloße Auge sichtbar werden lassen und das in einen Zeitabstand von rund 80 Jahren. Die beiden letzten Ausbrüche ereigneten sich 1866 und 1946. Die derzeit wieder im Helligkeitsverlauf zu beobachtenden Besonderheiten lassen auf einen Helligkeitsausbruch noch im Jahr 2024 schließen, bei dem der Stern seine Helligkeit wieder um das 10 000-fache steigern dürfte und somit die Helligkeit des Sterns Gemma erreicht und für das bloße Auge für wenige Tage sichtbar werden wird! Man könnte dann glauben, es steht ein neuer Stern am Himmel. Daher kommt auch die lateinische Bezeichnung für so ein Ereignis - Stella Nova.

 

T Coronae Borealis am 16.2.2024

T Coronae Borealis mit Epsilon und Delta Coronae Borealis am 16.2.2024

Zumindest auf dieser Aufnahme vom Morgen des 16.2.24 ist noch alles in Ordnung mit dem Stern T Coronae Borealis (markiert). Deutlich ist die rötliche Färbung des Sterns zu erkennnen, da es sich in diesem Doppelsternsystem beim Hauptstern um einen Roten Riesen handelt.

Kaum zu glauben, dass T Coronae Borealis während des Novaausbruches noch deutlich heller werden soll, als der hellste Stern auf dem Bild, Epsilon Coronae Borealis!

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Wie kommt es zur Nova T Coronae Borealis?

T Coronae Borealis Novaausbruch (Illustration)

Sterne die als sich wiederholende Novae aufleuchten, gehören zu einem Doppelsternsystem, wo sich zwei Sterne gegenseitig umkreisen. Einer der beiden ist ein Roter Riese, der andere ist ein Weißer Zwerg. Während der weiße Zwergstern bereits das Endstadium seiner Entwicklung erreicht hat, durchläuft der Nachbarstern noch das Rote Riesen-Stadium bevor auch er zu einem Weißen Zwerg werden wird. Dabei bläht er sich auf und seine äußere Gashülle erreicht das Schwerkraftfeld des Weißen Zwerges. Die Gravitation des Weißen Zwerges saugt nun Plasma (hauptsächlich Wasserstoff) vom Roten Riesen ab, es wirbelt in einer Akkretionscheibe um den Zwerg und fällt schließlich auf den extrem heißen Stern. Durch den steigenden Druck und die hohe Temperatur zünden auf der Oberfläche des Zwerges Kernfusionsprozesse, deren Energie diese neue Plasmahülle vom Weißen Zwerg wegschleudert und den Stern für wenige Tage extrem aufleuchten läßt.

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Wo finde ich die Nova T Coronae Borealis ?

Wenn sich schon so ein gewaltiges Ereignis ankündigt, dann will man auch wissen, wohin man am Sternen- himmel schauen muß, um den "neuen" Stern - die Nova - mit eigenen Augen zu sehen.

Um den Ort der zu erwartenden Nova am Himmel zu finden, suchen wir als erstes die Sternfigur des Großen Wagen.

Aufsuchkarte für Nova T Coronae Borealis

Vom ersten Deichselstern des Wagens ausgehend finden wir in der Verlängerung der Deichsel problemlos den hellen Stern Arkturus im Bärenhüter. Von Arkturus aus orientieren wir uns am Bärenhüter entlang zum Stern Gemma, der ja der hellste Stern des leicht zu erkennenden Sternbildes Nördliche Krone (lateinisch: Corona Borealis) ist. Jetzt sind es nur noch drei "Zacken"-Sterne von Gemma bis zum dem Ort am Himmel, wo im Laufe des Jahres plötzlich die Nova des Sterns T Coronae Borealis bis zur Helligkeit von Gemma aufleuchten soll.

 

Die drei Sternbilder sind im Februar in der zweiten Nachthälfte am Himmel zu finden. Ab März dann auch abends im Osten.

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Am Jäger Orion kommt niemand vorbei

Wer im Februar gegen 20 Uhr in südöstlicher Richtung zum Himmel schaut, dem steht das markanteste Sternbilder des gesamten Himmels gegenüber. Breite Schultern, fester Stand, ein Gürtel mit Schwert! Es ist Orion, der Jäger aus der griechischen Mythologie. Unverkennbar durch seine drei "Gürtelsterne" ist er nicht zu übersehen. Und es ist nicht nur sein Äußeres, was den Orion so besonders macht. Auch seine "inneren Werte" haben es in sich! Im Orion gibt es viele Objekte, die selbst die Forschung schon lange beschäftigen.

Für uns Sterngucker sind da z.B der rote Überriesenstern Beteigeuze mit seinem ca. 800-fachen Sonnendurchmesser, was rund einer Milliarde Kilometern entspricht, oder das uns am nächsten gelegene Sternentstehungsgebiet Messier (M) 42 in etwa 1300 Lichtjahren Entfernung.

Orion ist schon für das bloße Auge eine Pracht, Besitzer eines Fernglases sollten es aber auf keinen Fall versäumen, ihre Optik einmal auf den Bereich um die Gürtelsterne zu halten! Brillante Sterne und der auffällige Gasnebel Messier 42 lassen einen erstaunen. Mit einem Teleskop ist der große Orionnebel, Messier 42, eines der schönsten Beobachtungsobjekte am Sternenhimmel überhaupt!

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Das Siebengestirn, die Plejaden

Diesen herrlichen sogenannten Offenen Sternhaufen mit dem Namen Siebengestirn oder auch Plejaden finden wir an Februarabenden hoch am südwestlichen Himmel. Etwas weiter rechts davon strahlt zur Zeit der Planet Jupiter (im Geäst). Manche sehen in der Form der Plejaden das Sternbild des Kleinen Wagens, das stimmt aber nicht. Für mich z.B. böte sich eher die Bezeichnung Kinderwagen an.

Aber egal, schön anzusehen ist diese Sternansammlung im Sternbild Stier allemal und besonders beeindruckend ist der Anblick in einem Fernglas! Die Sonnen des Siebengestirns leuchten aus einer Entfernung von ca. 410 Lichtjahren. Auf länger belichteten Fotos sind die Plejadensterne von bläulichen Schleiern umgeben. Diese bläulichen Nebel entstehen durch die Reflektion des blauen Sternenlichtes an Staubpartikeln hinter den Plejadensternen.

Das Siebengestirn (Plejaden) in voller Pracht

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten und im Frühherbst ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen bedarf es eines dunklen klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzt 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von über 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Fotografischer Blick auf die Milchstraße von Wackersberg aus.

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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