Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

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Orion - ein faszinierendes Sternbild

An Januar- und Februarabenden am südöstlichen Sternenhimmel

Es, oder er ist einfach eine Pracht, Orion, das Sternbild des Jägers aus der griechischen Mythologie. Mit seinen breiten Schultern, die rechte markiert durch den rötlich leuchtenden Riesenstern Beteigeuze. Oben darüber, der Kopf in Form einer kleinen Sternengruppe. Unter den Schultern kommen wir zum Haupt-merkmal des Sternbildes, nämlich zu drei in einer Reihe stehenden hellen Sternen, die den Gürtel des Jägers bilden. Unterhalb des Gürtels sehen wir sein Schwert. Darunter findet das Himmelsbild des Orion seinen Abschluß mit zwei Sternen, die seine Füße markieren. Sein linker Fuß wird von dem hellen blauen Riesenstern Rigel dargestellt.

Für den Beobachter mit Fernglas und Teleskop hält Orion eines der bekanntesten und schönsten Himmelsobjekte bereit. Dazu richtet man seine Optik auf das Schwert des Orion und dort erkennt man, selbst im Fernglas schon, ein kleines diffuses Wölkchen. Im Teleskop zeigen sich bei größerer Abbildung auch Strukturen in dieser Wolke. Was wir hier vor Augen haben ist der Große Orionnebel, eine Lichtjahre große leuchtende Wolke aus Wasserstoffgas, die von interstellarem Staub umgeben ist. Solche leuchtenden Wasserstoffwolken sind Bereiche in denen im Laufe von Millionen Jahren Sterne und Sonnensysteme entstehen. Das Messier 42 genannte Paradebeispiel einer solchen Sternenkrippe ist mit rund 1300 Lichtjahren Entfernung auch das uns am nächsten gelegene Sternentstehungsgebiet.

Ein Blick auf das engere Umfeld des großen Orionnebels Messier 42 zeigt uns die dunklen interstellaren Staubmassen und den leuchtenden Wasserstoff, die Zutaten, die man neben der Schwerkraft zur Entstehung von Sternen bzw. Sonnensystemen braucht.

Der Gürtel und das Schwert des Orion kurz vor dem Untergang hinter einem Bergrücken.

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Mit Cassiopeia zu den Nachbargalaxien

Für einen weiten Ausflug in die Tiefen des Alls nehmen wir uns das Sternbild der Königin Cassiopeia - auch Himmels-W genannt - zur Hilfe.

Das Sternbild Cassiopeia finden wir an frühen Januarabenden fast senkrecht über uns. Ganz in der Nähe der Cassiopeia kann man unter einem klaren und dunklen Himmel einen Nebelfleck ausmachen. Richten wir ein Fernglas darauf, dann erkennen wir zwei Sternhaufen, die direkt nebeneinander liegen, ein herrlicher Anblick! Um die 8000 Lichtjahre trennen die bläulichen Sterne des Doppelsternhaufen h&Chi Persei von uns. Sämtliche Sterne die wir mit den bloßen Augen, im Fernglas und auch im Teleskop sehen, gehören zu unserer Sternenstadt, die wir Milchstraße nennen.

 

Der Doppelsternhaufen h&Chi Persei

Dank Cassiopeia ist es auch ein Leichtes ein Objekt zu finden, das nicht zu unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, gehört! Denn ein kosmischer Zufall will es, dass die markante Spitze von Cassiopeias Krone fast genau auf das weitest entfernte Objekt zeigt, das wir mit dem bloßen Auge sehen können!

Es ist die Andromedagalaxie, auf die die Königin zeigt. Die große Nachbargalaxie unserer Milchstraße schickt das Licht von vielen Hundertmilliarden Sonnen aus rund 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung zu uns. Aufgrund dieser Entfernung ist auf diesen Fotos kein einziger Stern der Galaxie zu erkennen und ihr gewaltiger Durchmesser von fast 150 000 Lichtjahren erscheint am Himmel nur als kleines ovales Nebelfleckchen. Sämtliche Sterne auf den Bildern sind Sonnen im Vordergrund, in der Milchstraße! An diesen Sonnen schauen wir vorbei in den intergalaktischen Raum, wo wir dann auf die weiteren Sternenstädte in vielen Millionen und Milliarden Lichtjahren Entfernung treffen.

Die Galaxie Messier 33 (M33) **********************************Die Andromedagalaxie (Messier 31)

Wer M31, die Andromedagalaxie, gefunden und ein Fernglas bei sich hat, der sollte unbedingt die Andromedagalaxie damit inspizieren. Der ovale Lichtfleck der Galaxie ist damit natürlich viel deutlicher und größer als mit dem bloßen Auge zu sehen!

Und mit einem Fernglas steht auch der Entdeckung der benachbarten kleinen Galaxie Messier 33 (M 33) im Sternbild Dreieck nichts mehr im Wege. Mit der Übersichtsaufnahme oben sollte der Weg zu M33 entlang einer Sternenreihe leicht zu schaffen sein. Messier 33 ist deutlich kleiner und schwächer als die Andromedagalaxie und sie ist auch etwas weiter, nämlich an die 3 Millionen Lichtjahre, entfernt. Gute Reise und bleiben Sie gesund!

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen, bedarf es eines dunklen, klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzt 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von über 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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