Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

                     Mit dem Großen Wagen auf dem Weg in die Unendlichkeit

Die Sternfigur des Großen Wagens steht im Mai und Juni zum Ende der Abenddämmerung fast senkrecht über uns. Die hellsten Sterne des Großen Wagens sind im Durchschnitt etwa 90 Lichtjahre entfernt. Was wir in der direkten Umgebung des Wagens allerdings mit dem bloßen Auge nicht erkennen können, sind wahrhafte Monumente der Schöpfung - die größten Gebilde die wir im Universum kennen - Galaxien.

Der Hintergrund des Großen Wagens (Bär) und seine Umgebung ist übersäht mit Galaxien. Die drei schönsten davon und ihre Positionen sehen Sie hier auf dem Bild.

 

Messier 101 ist mit ca. 16 Millionen Lichtjahren Entfernung die uns am nächsten stehende Galaxie dieser Drei. Ihr Durchmesser beträgt rund 170 000 Lichtjahre. Um sie mit einem Fernglas oder einem einfachen Teleskop zu finden, braucht man einen dunklen klaren Himmel. Was wir im Okular dann von ihr sehen ist, wie bei den allermeisten Galaxien, ein lichtschwaches rundliches Nebelfleckchen, das aber mit dem Wissen über das Objekt eine unheimliche Faszination ausübt.

 

Messier 51 ist die mit Fernglas oder Teleskop am leichtesten aufzuspürende Galaxie dieser Drei. Sie ist etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt und mit rund 80 000 Lichtjahren Durchmesser knapp halb so groß wie Messier 101. Natürlich ist Messier 51 auch nur unter einem dunklen klaren Himmel zu finden. Ihre kompaktere Form erleichtert das Auffinden. Mit Teleskopen ab etwa 20 cm Optikdurchmesser sind die beiden kräftigen Spiralarme schon ansatzweise zu erkennen. Bei dem Lichtfleck darüber handelt es sich um eine kleinere Galaxie, die im Laufe der nächsten Millionen Jahre durch die Schwerkraft von Messier 51 von dieser einverleibt werden wird.

Am schwierigsten zu sehen von dem Trio ist die ca. 60 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie Messier 109.

Sie befindet sich nur rund einen halben Monddurchmesser vom "Vorderradstern" des Großen Wagens. So gut der helle Stern als Wegweiser ist, so sehr blendet er bei der Suche nach Messier 109. Da hilft nur eine stärkere Vergrößerung um den Stern nicht mehr im Gesichtsfeld zu haben.

Viel Erfolg bei der Galaxienjagd !

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.... und noch viel, viel weiter - das Hubble Deep Field !

1995 hatte der Astronom Robert Williams die Idee, das Hubble Space Telescope in der Erdumlaufbahn für 10 Tage auf ein sternarmes Gebiet im Sternbild Großer Bär zu richten um durch lange Belichtungszeiten zu erforschen ob oder was sich dort im Nichts verbirgt.

Das Bild oben zeigt das Ergebnis, das die Kosmologie und unsere Vorstellungen vom Kosmos für immer revolutionierte! Das Bildfeld, markiert durch den roten Punkt, hat nur die Größe von 1/12 Monddurch-messer und enthält an die 3000 als Galaxien identifizierte Objekte bis zu einer Entfernung von etwa 12 Milliarden Lichtjahren Entfernung!

Wenige Jahre später wurde diese Beobachtung am südlichen Himmel wiederholt. Was glauben Sie was das Ergebnis war !?

Wenn man solche Bilder wie das HUBBLE DEEP FIELD sieht, dann kann man meiner Meinung nach ein kleines Bisschen erahnen, was das Wort Schöpfung eigentlich bedeutet.

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Ein Löwe hoch am Himmel

Die Maiabende werden dominiert vom markanten Tierkreissternbild des Löwen. Schauen Sie ab etwa 22 Uhr hoch an den südlichen Himmel, dort zeigt sich der Stern Regulus als hellster Stern des Sternbildes Löwe. Das Sternbild erstreckt sich von Regulus nach links unten und nach oben. Diese Sternkonstellation läßt sich meiner Meinung nach durchaus als Löwe deuten, im Gegensatz zu manch anderen doch sehr abstrakten Sternbildern.

Der Stern Regulus mit rund 3-fachem Sonnendurchmesser und der 150-fachen Sonnenleuchtkraft strahlt aus 79 Lichtjahren Entfernung. Die Sonne darüber, der Stern Eta Leonis, ist ein weißer Riesenstern mit ca. 47-fachem Sonnendurchmesser und der 19000-fachen Sonnenleuchtkraft! Seine Entfernung von gut 1200 Lichtjahren, läßt ihn jedoch deutlich schwächer als Regulus erscheinen. Wiederum ein gutes Beispiel, dass die Helligkeit der Sterne am Himmel nichts mit deren tatsächlicher Größe oder Leuchtkraft zu tun hat. Es ist auch wieder ein schönes Beispiel für die Tiefe des Raumes aber diese 1200 Lichtjahre zu Eta Leonis sind aber auch nur ein kosmischer Katzensprung.

Da diese Aufnahme aus dem Jahr 2015 stammt, ist darauf auch der helle Planet Jupiter zu sehen, der sich mittlerweile aber im Sternbild Steinbock befindet und heuer erst im Spätsommer am Abendhimmel zu beobachten sein wird.

 

Die Zwillinge mit "ihrem" Kleinen Hund

Im Mai sind die Zwillinge mit ihrem "Hündchen" ab etwa 22:00 Uhr noch am westlichen Himmel zu finden. Die  beiden hellsten Sterne des Sternbildes, Castor und Pollux, sind dabei optimale Aufsuchhilfen. Diese beiden Sterne bilden die Köpfe der Zwillinge und wir sehen sie etwa einen daumenbreit am Himmel von einander entfernt.

 

Links daneben markiert der helle Stern Procyon das aus nur zwei Sternen bestehende Sternbild Kleiner Hund (Canis Minor). Der Stern Procyon ist mit seinen rund 11 Lichtjahren Entfernung einer der unmittelbaren Nachbarsterne der Sonne.

Der bläuliche Stern Castor ist rund 51 Lichtjahre von uns entfernt und ist mit seinen Alter von ca. 200 Millionen Jahren, wie man bei uns in Bayern sagt, ein junger Hupfer. Castor ist nicht nur ein Stern, sondern ein ganzes System, das aus gleich sechs Sternen besteht, die sich gegenseitig umkreisen.

Ruhiger geht es bei Pollux zu, aber er wird dafür von einen sehr großen Planeten umkreist. Pollux ist von uns rund 34 Lichtjahre entfernt und leuchtet eher etwas rötlich. Er gehört zum Sterntyp der Roten Riesen, was er mit seinem 8-fachen Sonnendurchmesser belegt.

Diese 135mm Telefotoaufnahme des Sternfeldes um Castor und Pollux zeigt ein Meer von Sternen, von denen die allermeisten für das bloße Auge nicht mehr sichtbar sind. Erst die einige Minuten dauernde Belichtungszeit bringt sie zum Vorschein. Und darin ist noch weit mehr versteckt was diese Aufnahme auch nicht zeigt!

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen, bedarf es eines dunklen, klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzt 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von über 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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