Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

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Sternenpracht hoch über uns im März

An Märzabenden, gleich nach Einsetzen der Dunkelheit, bietet sich die Gelegenheit, die beiden sehr markanten Sternbilder Zwillinge und Fuhrmann aufzufinden. Ein Blick fast senkrecht nach oben genügt, um uns den hellen Stern Capella vor Augen zu führen. Capella ist der hellste Stern des sechseckigen Sternbildes, das wir Fuhrmann nennen. Für das bloße Auge und auch im Teleskop erscheint uns Capella als einzelner Stern. Spektroskopische Untersuchungen offenbarten Capella jedoch als ein System, in dem sich vier Sonnen gegenseitig umkreisen. Mit seinen rund 43 Lichtjahren Entfernung befindet sich das Capellasystem in der näheren Nachbarschaft zur Sonne.

Die nächsten hellen Sterne finden wir links (östlich) von Capella im Sternbild der Zwillinge. Zunächst stoßen wir auf den bläulichen Stern Castor und dann, leicht links unterhalb, auf den rötlichen Stern Pollux. Der nähere von den beiden ist der rote Riesenstern Pollux mit einem Durchmesser von ca. 12 Millionen Kilometern in einer Entfernung von nur 34 Lichtjahren. Der bläuliche Castor in rund 51 Lichtjahren Entfernung zeigt sich bereits in kleinen Teleskopen als Doppelstern. Wie schon bei Capella entpuppten spektroskopische Untersuchungen diese beiden Castorsterne ebenfalls als ein mehrfaches Sternensystem, in dem sich gleich sechs Sonnen gegenseitig umkreisen.

 

Ein tiefer Blick in das Sternbild Fuhrmann

Diese mehrminütige Aufnahme mit einem 50mm Objektiv zeigt einen tiefen Blick in das Sternbild Fuhrmann mit seinem hellsten Stern Capella (rechts oben). Auffällig sind die Sternhaufen darin. Diese Sternhaufen sind zwischen 2000 bis 6000 Lichtjahre entfernt, aber bereits mit einem Fernglas schön zu beobachten.

 

Beim Anblick solcher Übersichtsaufnahmen muß man sich immer bewußt machen, dass fast jedes dieser noch so winzigen "Pünktchen" eine Sonne ist! Eine Sonne so wie unsere, kleiner oder größer und dass damit fast jedes dieser "Pünktchen" das Zentrum eines Sonnensystems mit all seinen Bestandteilen wie Planeten, Monden, Asteroiden und Kometen ist.

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Die Pracht des winterlichen Sternenhimmels

Auch im März ist es immer wieder ein Genuss den winterlichen Sternenhimmel zu betrachten. Dabei bilden die Sternbilder Stier und Orion das Zentrum des winterlichen Sternenlichtermeeres. Dazu sind diese Sternbilder durch ihre markanten Formen und ihre hellen Sterne leicht zu erkennen. Wir finden den Orion und den Stier im März bei Ende der Abenddämmerung am südwestlichen Sternenhimmel. Wie viele andere Sternbilder auch, haben Orion und Stier ihren Ursprung in der griechischen Mythologie.

Beide Sternbilder beinhalten zudem sehenswerte Himmelsobjekte, die man schon mit einem Fernglas wunderbar beobachten kann!

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Das Siebengestirn (Plejaden, oder auch Messier 45)

Dieser sogenannte Offene Sternhaufen, der von manchen mit der Sternfigur des Kleinen Wagen verwechselt wird, ist schon im Fernglas ein wahres Prachtstück. Das Licht dieser jungen Sonnen im Alter von wenigen Millionen Jahren, erreicht nach einer Laufzeit von ca. 410 Jahren unsere Augen. Wir sehen diesen hübschen Sternhaufen also im Licht aus der Zeit, als Galileo Galilei mit Hilfe des damals gerade erfundenen Fernrohrs unser Weltbild revolutionierte.

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Der große Orionnebel (Messier 42)

Der große Orionnebel ist schon im Fernglas als diffuses Wölkchen unterhalb der drei Gürtelsterne des Orions zu finden. Seine ganze Pracht entfaltet er aber erst im Teleskop, wenn die Gas- und Staubstrukturen sichtbar werden. Das rote Leuchten des ionisierten Wasserstoffgases zeigt allerdings nur die Fotografie, das Auge am Teleskop muß mit Grauschattierungen vorlieb nehmen.

Messier 42 ist das Paradeobjekt eines Ortes, an dem alles gerade beginnt. In rund 1300 Lichtjahren Entfernung leuchtet diese riesige Wasserstoffwolke, angeregt durch die extreme ultraviolette Strahlung der darin vor wenigen Millionen Jahre entstandenen Sterne. Und es entstehen in solchen Wolken aus Gas und Staub nicht nur Sonnen, sondern, quasi als "Abfallprodukt", auch Planeten. Vielleicht entsteht in dieser gigantischen Wolke auch ein kleiner Planet, der im Laufe der Jahrmilliarden zu mehr wird als einem weiteren leblosen Himmelskörper. Wer weiß?

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen, bedarf es eines dunklen, klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzten 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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