Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

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Wie die Zeit vergeht!

Es ist die Drehung unseres Planeten um seine eigene Achse, was uns als Zeitmesser im täglichen Leben dient. Dieses Foto zeigt einen winzigen Ausschnitt aus dem ablaufenden 31. März 2021 am Sternenhimmel über Wackersberg. Die auf einem Stativ montierte Kamera startete die erste Aufnahme um 22:40 Uhr, die Sterne befanden sich zu dem Zeitpunkt am oberen Ende ihrer jeweiligen Strichspur. Auf der letzten Auf-nahme um 23:00 Uhr bildeten sich die Sterne am unteren Ende ihrer Strichpur ab. Diese Sternstrichspuren ergeben sich durch das Hinzufügen der restlichen 38 Aufnahmen, jede mit 30 Sekunden Belichtungszeit aus der Zeit dazwischen.

So eine Aufnahme ließe sich auch mit einer 20-minütigen Einzelbelichtung machen, nur wäre dann an den hellen Stellen das Bild vollkommen überbelichtet.

Es ist einzig und allein die Drehung von Mutter Erde um ihre eigene Achse, die sämtliche Himmelsobjekte im Osten auf- und im Westen untergehen läßt.

Die Zwillinge mit "ihrem" Kleinen Hund

März und April ist eine gute Zeit um das Sternbild Zwillinge gleich zum Ende der Abenddämmerung aufzusuchen. Es steht gegen 20:30 Uhr fast senkrecht über uns und ist durch die beiden helleren Sterne Castor und Pollux leicht zu finden. Diese beiden Sterne bilden die Köpfe der Zwillinge und wir sehen sie etwa einen daumenbreit am Himmel von einander entfernt.

 

Links darunter markiert der helle Stern Procyon das aus nur zwei Sternen bestehende Sternbild Kleiner Hund (Canis Minor). Der Stern Procyon ist mit seinen rund 11 Lichtjahren Entfernung einer der unmittelbaren Nachbarsterne der Sonne.

Der bläuliche Stern Castor ist rund 51 Lichtjahre von uns entfernt und ist mit seinen Alter von ca. 200 Millionen Jahren, wie man bei uns in Bayern sagt, ein junger Hupfer. Castor ist nicht nur ein Stern, sondern ein ganzes System, das aus gleich sechs Sternen besteht, die sich gegenseitig umkreisen.

Ruhiger geht es bei Pollux zu, aber er wird dafür von einen sehr großen Planeten umkreist. Pollux ist von uns rund 34 Lichtjahre entfernt und leuchtet eher etwas rötlich. Er gehört zum Sterntyp der Roten Riesen, was er mit seinem 8-fachen Sonnendurchmesser belegt.

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Ein Abendspaziergang mit einem wirklich großen Hund.

Februar und März, das sind die besten Monate um abends mit dem Sternbild Großer Hund gassi zu gehen. Es wird unübersehbar am südlichen Himmel durch Sirius, dem hellsten Fixstern am gesamten irdischen Himmel, markiert. Von der glitzernden "Hundemarke" Sirius ausgehend, erkennt  man leicht die von helleren Sternen gebildete Hundefigur.

 

Sirius mit Messier 41

Sirius ist nicht nur der hellste Stern im Sternbild Großer Hund (Canis Major), sondern er ist sogar der hellste Stern am gesamten irdischen Himmel.

Und er ist dort nicht alleine, denn er hat noch einen Begleitstern, der allerdings viel licht- schwächer ist. Beide Sterne umkreisen sich im Lauf von 50 Jahren einmal gegenseitig.

 

Das Sirius-Sternsystem gehört mit seiner Ent-

fernung von nur 8,6 Lichtjahren zu den unmittelbaren Nachbarsternen unserer Sonne.

 

Somit ist Sirius für alle die heuer 8 Jahre alt werden der Geburtsjahresstern, denn das Licht das ihnen vom Sirius jetzt in die Augen fällt, ist das Licht, das den Sirius im Jahr ihrer Geburt verlassen hat!

 

Wesentlich weiter im Hintergrund findet man unterhalb des Sirius mit einem Fernglas den Sternhaufen Messier 41. Diese lose Ansammelug von Sternen hat ihr Licht das wir heute sehen, vor rund 2300 Jahren abgestrahlt.

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen, bedarf es eines dunklen, klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzt 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von über 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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