Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Auf dieser Seite geht es um die Welt außerhalb unseres Sonnensystems. Von unserer Sonne bis zum äußersten Planeten, Neptun, sind es fast 5 Milliarden Kilometer, das entspricht einer Lichtlaufzeit von gerade einmal rund 5 Stunden. Der näheste Nachbarstern zur Sonne ist dagegen 4 Lichtjahre von ihr entfernt. Um diese Welt dort draußen geht es hier. Hier finden Sie Anleitungen zum Auffinden der Sternbilder, zum Aufsuchen von Objekten die auch im Fernglas oder im kleinen Fernrohr sichtbar sind, fotografische Blicke zu besonderen Objekten und noch vieles mehr. Die Beschreibungen der Objekte und der Sternbilder beschränke ich auf ein Minimum, da dazu sehr viel z.B. auf Wikipedia zu finden ist. Und jetzt viel Freude und Erfolg auf Ihren Touren in die Welt der Sterne!

Noch ein Tipp für alle Gäste und Urlauber in Wackersberg: Bei einem abendlichen Spaziergang auf unseren wunderbaren Fußwegen finden Sie aufgrund der sparsamen Außenbeleuchtungen bereits wenige Meter außerhalb des Dorfes einen dunklen Sternenhimmel wie Sie Ihn vielleicht noch nie gesehen haben. Auch  viele Ferienwohnungen und Gästepensionen in der Umgebung von Wackersberg bieten einen dunklen Sternenhimmel direkt vor der Haustüre - fragen Sie bei Ihrer nächsten Buchung danach!

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Mit Sternen und Lichtjahren nach 2022

Der Weg in die Unendlichkeit über der Wackersberger Pestkapelle

Beginnt das neue Jahr mit Blicken

           in die Tiefe des Alls!

 

Und so funktioniert's:

Wie bei einem irdischen Feuerwerk, warm anziehen, vor die Tür gehen, unnötiges Licht ausschalten, an den südlichen Himmel schauen, dann drei nebeneinander stehende, helle Sterne (10) suchen und schon kann's  losgehen.

 

Der Stern 10 markiert die Mitte des "Gürtels" des Jägers Orion aus der griechischen Mythologie. Von dort aus braucht Ihr nur noch das Foto als Wegweiser  und dem Staunen steht nichts mehr im Wege.

 

Ihr könnt bereits ab 20 Uhr Eure Reisen in die schiere Unendlichkeit machen, denn dann ist das Himmelsgebiet - wie auf dem Foto - bereits am südöstlichen Himmel zu finden. Gegen Mitternacht steht Sirius (1) fast genau im Süden mit Orion und Stier schon etwas südwestlich.

 

Diese Darstellung gilt natürlich nicht nur in Wackersberg :-), sondern um den ganzen Globus.

 

Wem 1500 Lichtjahre noch nicht weit genug ist, der braucht nur senkrecht nach oben zu schauen, da geht's noch viel weiter (siehe unten)!          Guten Rutsch und alles Gute!

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Ein fliegendes Pferd und eine Königstochter

Die Sternbilder Pegasus und Andromeda haben, wie so viele, ihren Ursprung in der griechischen Mythologie.

Um die beiden Sternbilder Anfang Januar zu finden, schaut man so gegen 18 Uhr hoch an den Himmel in südlicher Richtung. Dort fallen einem schnell vier fast geich helle Sterne auf, die ein großes Quadrat bilden. Dieses nennen wir das Pegasus-Quadrat, denn es bildet den Körper bzw. die Flügel des fliegenden Pferdes, des Pegasus. Unten rechts schließt sich der Hals und der Kopf des Pferdes an. Seine Vorderbeine finden wir an der rechten oberen Ecke des Quadrates. Ein komisches Pferd? Nein, es fliegt nur von uns aus gesehen auf dem Rücken!

Im Sternbild Pegasus befindet sich ein Stern, der 1995 in die Geschichtsbücher der Astronomie einging, der Stern 51 Pegasi. Er ist ein sonnenähnlicher Stern in rund 50 Lichtjahren Entfernung und er ist der erste Stern, an dem zwei Schweizer Astronomen den ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen haben. Bis heute wurden seit dem rund 5000 Planeten auf Umlaufbahnen um andere Sterne entdeckt!

Leider ist 51 Pegasi mit dem bloßen Auge gerade nicht mehr sichtbar, aber ein Fernglas würde reichen, um

diesen "Meilenstern" in der Astronomie persönlich zu sehen.

 

Als des Pegasus' Hinterbeine könnte man eigentlich die gebogene Sternenreihe an der Ecke links oben am Quadrat deuten, das wäre jedoch ein schwerer Irrtum! Hierbei handelt es sich um nichts Geringeres als das Sternbild der Andromeda, einer Prinzessin aus der griechischen Mythologie! Noch bekannter ist wohl eine Galaxie in dem Sternbild, die große Andromeda-Galaxie.

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Die große Andromeda Galaxie

Das ist sie, die größte Spiralgalaxie in der direkten Nachbarschaft unserer Milchstraße. Die beiden Sternenstädte trennen "nur" 2,5 Millonen Lichtjahre. Nach dem heutigen Wissensstand ist die Andromeda Galaxie sogar noch größer als unsere Galaxis. Geschätzte 400 Milliarden Sonnen bilden diese Sternenscheibe mit einem Durchmesser von rund 180 000 Lichtjahren!. Dabei sehen wir auf diesem Foto keinen einzigen Stern dieser Galaxie, sondern nur den Schimmer des Lichtes einer unvorstellbaren Sternenmenge.

All die Sterne die auf dem Bild zu sehen sind, sind Sonnen unserer Milchstraße, an denen wir vorbei, in den intergalaktischen Raum in Richtung Andromeda Galaxie schauen.

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen, bedarf es eines dunklen, klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzt 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von über 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Fotografischer Blick auf die Milchstraße von Wackersberg aus.

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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