Sternenhimmel über Wackersberg
Sternenhimmel über Wackersberg
Wackersberger Sternenhimmel
Wackersberger Sternenhimmel

Auf dieser Seite geht es um die Welt außerhalb unseres Sonnensystems. Von unserer Sonne bis zum äußersten Planeten, Neptun, sind es fast 5 Milliarden Kilometer, das entspricht einer Lichtlaufzeit von gerade einmal rund 5 Stunden. Der näheste Nachbarstern zur Sonne ist dagegen 4 Lichtjahre von ihr entfernt. Um diese Welt dort draußen geht es hier. Hier finden Sie Anleitungen zum Auffinden der Sternbilder, zum Aufsuchen von Objekten die auch im Fernglas oder im kleinen Fernrohr sichtbar sind, fotografische Blicke zu besonderen Objekten und noch vieles mehr. Die Beschreibungen der Objekte und der Sternbilder beschränke ich auf ein Minimum, da dazu sehr viel z.B. auf Wikipedia zu finden ist. Und jetzt viel Freude und Erfolg auf Ihren Touren in die Welt der Sterne!

Noch ein Tipp für alle Gäste und Urlauber in Wackersberg: Bei einem abendlichen Spaziergang auf unseren wunderbaren Fußwegen finden Sie aufgrund der sparsamen Außenbeleuchtungen bereits wenige Meter außerhalb des Dorfes einen dunklen Sternenhimmel wie Sie Ihn vielleicht noch nie gesehen haben. Auch  viele Ferienwohnungen und Gästepensionen in der Umgebung von Wackersberg bieten einen dunklen Sternenhimmel direkt vor der Haustüre - fragen Sie bei Ihrer nächsten Buchung danach!

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Der Sternenhimmel im Oktober gegen 23 Uhr

Der Kartenausschnitt umfasst den Bereich vom südlichen Horizont bis senkrecht hinauf zum Zenit.

              Diese Karte wird zur Verfügung gestellt von der Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Die Website der Vereinigung www.sternfreunde.de ist äußerst informativ und jedem Sternfreund, egal ob                                              Anfänger oder "Profi", zu empfehlen!

 

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Das Herbst-Viereck

oder auch Pegasus-Quadrat genannt, ist die dominierende Sternenfigur des Herbstes. In der ersten  Oktoberhälfte ist das markante Sternenquadrat gegen 21 Uhr auf halber Höhe am östlichen Himmel zu finden. Das Quadrat ist allerdings nur ein Teil des Sternbildes Pegasus, dem fliegenden Pferd aus der griechischen Mythologie.

We einmal diese Konstellation ausgemacht hat, der findet auch gleich das Sternbild der Andromeda, das sich an der linken oberen Ecke des Pegasus-Quadrates anschließt. Auch der Eckstern gehört schon zur Andromeda. Und jetzt ist es auch ein Kinderspiel unter einem dunklen Himmel den Lichtschimmer der 2,5 Millionen Lichtjahre entfernten Andromeda-Galaxie zu finden. Mit einem Fernglas ist es noch leichter!

Das Foto zeigt den Anblick von Andromeda und dem Pegasus-Quadrat am östlichen Himmel.

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Das Sommerdreieck

Dieses himmlische Dreieck, markiert durch die hellen Sterne Deneb, Wega und Atair, ist kein Sternbild, sondern wird so genannt, weil diese Konstellation in den Sommermonaten die ganze Nacht über am Himmel steht. Im Oktober ist es gleich nach Einbruch der Dunkelheit hoch am südwestlichen Himmel zu finden. Mit seiner Hilfe finden wir gleich fünf Sternbilder fast auf einen Schlag!

Der zweitausend Lichtjahre entfernte blaue Riesenstern Deneb ist der hellste Stern im Sternbild Schwan. Wega, in nur 25 Lichtjahren Entfernung, markiert das kleine aber markante Sternbild der Leier. Der sogar nur 17 Lichtjahre entfernte Atair ist der hellste Stern des Adlers.

Kleiner aber trotzdem leicht aufzufinden sind da noch die Sternbilder des Delfins und des Pfeils. Richtig schwierig wegen der nur schwach leuchtenden Sterne im Sternenmeer, ist das Sternbild des Füchsleins, das ich auf dem Foto oben aber nicht eingezeichnet habe.

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Was dem bloßen Auge verborgen bleibt,

ist die Unmenge von Sternen, die nur durch die minutenlange Belichtung mit einem Weitwinkelobjektiv im und um das Sommerdreieck sichtbar werden. Deutlich erkennt man die Zunahme der Sternendichte zur Scheibenebene der Milchstraße hin. Zudem tritt der interstellare Staub sehr deutlich hervor, da er das Licht von dahinter liegenden Sternen verdeckt.

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Das Ende eines Sterns im Sternbild Leier

Wer sehen möchte wie unsere Sonne in ferner Zukunft einmal enden wird, der braucht nur sein Teleskop in Richtung des Sternbildes Leier schwenken. Fast genau mittig zwischen den beiden unteren Sternen der Leier finden wir dort bei niedriger Vergrößerung ein schwach und diffus leuchtendes Kügelchen. Mit etwas höherer Vergrößerung, so ab etwa 60-fach und bei genauem Hinsehen, entpuppt sich dieses Gebilde als eine Art winziger Rauchring. Was wir hier als ringförmigen Nebel sehen, das sind die von einem Stern im Endstadium abgestossenen äußeren Gashüllen. Diese hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehenden Gasschichten werden von dem sterbenden Stern im Zentrum des Ringnebels Messier (M) 57 durch seine Instabilität mit vielen Kilometern pro Sekunde weggeblasen. Auf länger belichteten Fotos ist dieser Weiße Zwerg-Stern zu erkennen. Um ihn in einem Teleskop zu sehen, sollte das so um die 50 cm Durchmesser haben.

Aufgrund ihrer runden flächigen Erscheinung, wurden solche Himmelsobjekte von den ersten Beobachtern  als Planetarische Nebel bezeichnet - der Begriff wird aber auch heute noch verwendet.

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Faszination Milchstraße

In den Sommermonaten ist die beste Zeit um sich einmal unser kosmisches Zuhause am Abendhimmel etwas näher anzuschauen. Das Wichtigste ist dabei zu bedenken, dass jeder von diesen Sternen in Ihren Augen oder auf den folgenden Fotos eine SONNE ist! Viele davon sind größer und heller als unser Stern vor der Haustüre.

Um das Lichtband der Milchstraße optimal zu sehen, bedarf es eines dunklen, klaren Himmels. Also am besten draußen auf dem Land, weg von Gebäude-, Werbe-, Straßen- und sonstigen Beleuchtungen.

Unsere Milchstraße ist eine Sternenstadt, eine Galaxie. Sie ähnelt in ihrer Form einer Diskusscheibe, einer Scheibe bestehend aus geschätzt 200 Milliarden Sonnen mit einem Durchmesser von über 100 000 Lichtjahren. Diese Diskusform läßt sich auch gut an anderen Galaxien erkennen, die wir am Himmel in der Seitenansicht beobachten. Das Lichtband an unserem Abendhimmel ist von unseren Breiten aus gesehen also nichts anderes als die Hälfte der diskusförmigen Sternenscheibe unserer Galaxie mit der Verdickung zum Zentrum hin, das in den Sommermonaten abends über dem Südhorizont steht. Diese Tatsache sollen die beiden folgenden Fotos veranschaulichen..

Fotografischer Blick auf die Milchstraße von Wackersberg aus.

Könnten wir unsere Galaxie aus großer Distanz von außerhalb in der Aufsicht sehen, dann wären auch die sogenannten Spiralarme unserer Sternenstadt zu erkennen, die uns aber verborgen bleiben, da die Sonne mit unseren Planeten sich in der Scheibenebene befindet. Jahrhundertlange Beobachtungen und Messungen führen aber zu der Annahme, dass die Außenansicht unserer Heimatgalaxie etwa der der herrlichen Galaxie auf dem Bild unten ähnelt. Der Pfeil zeigt die Lage des Sonnensystems in der Milchstraße, etwa 26 000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der Spiralarme.

Ein wahrhaft großartiges Gebilde!

Eine fotografische Tour durch die Milchstraße

Mit den folgenden Fotos möchte ich Sie zu einem fotografischen Ausflug entlang der Milchstraße einladen. Wir starten am Zentrum der Milchstraße über dem Südhorizont und wandern langsam in Richtung Zenit (Überkopfpunkt).

Das Zentrum unserer Sternenstadt

Wir beginnen unsere fotografische Reise in Richtung des Zentrums unserer Heimatgalaxie, das wir in den Sommermonaten tief über dem Südhorizont finden. Auf dem obigen Foto ist am rechten Bildrand der Gipfel des Braunecks zu sehen. In der hellen Sternenwolke befindet sich in rund 26 000 Lichtjahren Entfernung, hinter Sternen und Staub, das Zentrum der Galaxis in Form eines Schwarzen Loches mit etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Oberhalb davon ist gut der "Lagunennebel" als kleine, rötlich-blaue Wolke zu sehen - ein Sternentstehungsgebiet in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung.

Sterne, Staub und Gas

Etwas weiter oben stoßen wir auf weitere zwei rötlich leuchtende Gaswolken aus ionisiertem Wasserstoff, welche auf Sternentstehungsgebiete hinweisen. In solchen Wolken wird Wasserstoffgas durch die extreme UV-Strahlung von darin entstandenen, jungen Sternen zum Leuchten angeregt. Vor der riesigen Anzahl von Sternen heben sich immer wieder sogenannte Dunkelwolken ab, Wolken aus Staub, die das Licht von dahinter liegenden Sternen verdecken. Die Sternentstehungsgebiete lassen sich übrigens leicht mit einem Fernglas erkennen.

Sterne, Sterne, Sterne

Dieses Foto zeigt die helle Sternenwolke im Sternbild Schild, umgeben von kosmischen Staubwolken. Links oberhalb der Bildmitte finden wir den Sternhaufen Messier 11, auch Wildentenhaufen genannt, in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung. Ein herrliches Objekt auch für kleine Teleskope!

Sterne nah und fern

Einer der näheren Nachbarsterne unserer Sonne ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler. Nur 17 Lichtjahre trennen diese Sonne von unserem Zentralgestirn. Der hellste Stern rechts darunter ist schon 33 Lichtjahre tiefer im Raum angesiedelt.

Ein Schwan im Sternenmeer

Das Sternbild Schwan, auch das Kreuz des Nordens genannt, steht im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit senkrecht über unseren Köpfen. Deneb, ein blauer Riesenstern leuchtet aus einer Entfernung von rund 2000 Lichtjahren und bildet den Schwanz der Schwans. Albireo, im Teleskop als herrlicher, farbiger Doppelstern zu sehen, bildet den Kopf des Schwans in rund 390 Lichtjahren Entfernung. Die beiden Sterne, links oben und unten rechts von der Bildmitte, bilden die inneren Flügelsterne. Das Sternbild ist von vielen rötlich schimmernden Gaswolken durchzogen, die wiederum auf Sternentstehungsgebiete hinweisen.

Ein Blick über unseren Stadtrand hinaus zur Nachbar-Sternenstadt

In dieser Weitwinkelaufnahme sehen wir einen Teil der "Sternen-Diskusscheibe",die unsere Galaxis bildet. Die Sterne rechts der Scheibe stehen über uns, die Sterne links davon befinden sich unterhalb unseres Sonnensystems in dieser Sternenscheibe, wenn man so will. Die nächstgelegene Sternenstadt am Nordhimmel finden wir abends im Nordosten als milchigen, ovalen Lichtschimmer. Es ist das 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Leuchten von etwa 400 Milliarden Sonnen, welche die Andromeda-Galaxie bilden. Auf dem Foto sehen wir sie als ovales Nebelfleckchen am linken, oberen Bildrand.

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